Brand an Dortmunder Grundschule: Polizei geht von Brandstiftung aus

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Feueralarm an einer Grundschule in Husen: Noch am Mittwochnachmittag (11.11.) werden weitere Details bekannt. Es war nicht der erste Brand an der Schule in diesem Herbst.

von Paula Protzen

Dortmund, Husen

, 11.11.2020, 20:19 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Mittwochmorgen (11.11.) hat es in einer Grundschule in Dortmund-Husen gebrannt. Obwohl bei dem Brand niemand verletzt wurde, wird er den Schulalltag in der nächsten Zeit beeinflussen - und nach einem ähnlichen Vorfall machen die Eltern sich Sorgen, berichtet eine Mutter.

Ein Rückblick: Um 9.05 Uhr ging der Notruf bei der Feuerwehr ein. Als diese an der Eichwald-Grundschule eintraf, hatten bereits alle Anwesenden das Gebäude verlassen. Den Brand in der Bibliothek konnten die Feuerwehrleute schnell unter Kontrolle bringen. Der Unterricht für den restlichen Mittwoch wurde abgesagt, Eltern wurden gebeten, ihre Kinder aus der Schule abzuholen.

So sehen Eltern die Evakuierung

Die Abholung durch Eltern und Bekannte sei aus ihrer Sicht „gut“ verlaufen, berichtet eine Mutter. „Die meisten Eltern waren natürlich etwas nervös oder in Sorge“, sagt sie im Gespräch mit der Redaktion.

Von den Kindern seien bei der Evakuierung „einige etwas panisch gewesen und hatten Angst, das jemand verletzt ist. Die meisten aber waren ruhig und haben sich super verhalten, sowohl auf dem Weg nach draußen als auch beim Sammelpunkt.“

Einsatzkräfte kontrollieren die Bibliothek des Schulgebäudes von außen.

Einsatzkräfte kontrollieren die Bibliothek des Schulgebäudes von außen. © Feuerwehr Dortmund

Auch die Evakuierung sei, alles in allem, gut verlaufen. „Allerdings wurden Schüler aus dem oberen Stockwerk nicht über die Feuertreppe raus gebracht, sondern durch das Gebäude am Brandzimmer vorbei“, berichtet sie. Sie gehe davon aus, dass die Lehrkräfte den Alarm für eine Übung gehalten hätten und deshalb diesen Weg gewählt haben.

Polizei geht von einer vorsätzlichen Tat aus

Bis einschließlich Freitag (13.11.) bleibe die Schule nun für Reinigungsmaßnahmen geschlossen, meldet die Stadt Dortmund. Zudem werde ein Gutachter das Gebäude einschätzen, ob gesundheitliche Gefahren für Schüler und Lehrer bestehen.

Die Lehrkräfte treffen sich am Donnerstag (12.11.) mit einem Schulpsychologen. Es wird um Methoden und Wege gehen, um die Situation auch mit den Schülern aufzuarbeiten.

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Währenddessen gab die Polizei bereits am Nachmittag bekannt, dass sie von einer vorsätzlichen Tat ausgehe. „Dass sich Bücher selbst entzünden, ist schon sehr unwahrscheinlich“, sagt Gunnar Wortmann, Sprecher der Polizei Dortmund.

Im Zuge der Ermittlungen wurde auch das KK 11 eingeschaltet, das sich spezifisch mit Brandermittlungen befasst. Der Sachschaden belaufe sich auf 10.000 Euro.

Nicht der erste Brand

Einige Eltern haben nun Angst, da es erst kürzlich schon einmal an der Schule gebrannt habe, berichtet die Mutter: Im Oktober habe es einen ähnlichen Vorfall gegeben. Auch in diesem Fall würde ein technischer Defekt ausgeschlossen.

Ob die beiden Vorfälle in Zusammenhang stehen, ist noch nicht bekannt. Die Polizei Dortmund bestätigte bisher nur, dass es am 2. Oktober (Freitag) zu einem Papierbrand in einem Klassenzimmer gekommen sei.

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