Briefkasten bleibt leer: Darum wird am Freitag keine Post zugestellt

Deutsche Post

Wer auf einen wichtigen Brief oder ein lang ersehntes Paket wartet, muss sich womöglich noch einen Tag länger gedulden. Am Freitag legten viele Postboten und Paketzusteller ihre Arbeit nieder.

Dortmund

11.09.2020, 16:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
"Wir zahlen die besten Löhne" sagte Post-Chef Frank Appel vor fünf Jahren. Auch damals protestierten die Angestellten.

"Wir zahlen die besten Löhne" sagte Post-Chef Frank Appel vor fünf Jahren. Auch damals protestierten die Angestellten. © Michael Schnitzler

Wer auf ein Paket wartete, ging am Freitag (11.9.) womöglich leer aus. Die Gewerkschaft ver.di rief Postboten und Paketzusteller in Dortmund im aktuellen Tarifkonflikt mit der Deutschen Post AG zu Warnstreiks auf.

Arbeitnehmer wollen an Gewinnen der Corona-Krise beteiligt werden

Die Angestellten fordern mehr Lohn, wollen teilhaben am Erfolg des Unternehmens. „Die Deutsche Post AG gehört zu den Gewinnern der Corona-Krise“, erklärte Uwe Speckenwirth, Fachbereichsleiter Postdienste in NRW. Im Bereich Post und Paket sei es zu einer Gewinnsteigerung von knapp 50 Prozent gekommen.

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„Das ist gemeinsam mit den Beschäftigten erreicht worden. Diese machen nun vielerorts deutlich, dass sich Wertschätzung auch in guten Einkommens- und Arbeitsbedingungen widerspiegeln muss.“

Eine Millionen Briefe verzögert

Das beinhalte auch eine deutliche Lohnsteigerung: 5,5 Prozent mehr sollen es sein. außerdem 90 Euro mehr im Monat für Auszubildende und Dual-Studierende. Es ist bereits der dritte Streik-Tag in NRW.

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Nach Angaben der Post waren bundesweit bis zum Donnerstagmittag etwa 1,3 Millionen Briefe und 130.000 Pakete von dem Warnstreik betroffen. Das seien 2,4 und 2,5 Prozent der Tagesmenge, sagte ein Post-Sprecher der dpa. In den stärker von den Warnstreiks betroffenen Regionen würden die verzögerten Sendungen in den Folgetagen zugestellt.

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