Brückenschlag für Brechten: Bezirksvertreter fragen nach alten Plänen an der A 2

rnBrechtener Brückenpläne

Brechten wächst, und wie. Beim Zusammenwachsen von Alt- und Neubrechtenern gibt es allerdings ein Problem: die Autobahn. Es gab mal Pläne für eine weitere Brücke über die A 2.

Brechten

, 15.05.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vor Jahren war auf der einen Seite der Autobahn 2 zwischen Wittichstraße und Schiffhorst nicht viel, nur Feld. Inzwischen wohnen hier viele Menschen, die die A 2 von den Brechtenern auf der anderen Seite trennt. Über die Autobahn kommt man in diesem Bereich derzeit nur über die Straße Schiffhorst und über die B 54 auf Höhe des Rewe. Dazwischen ist man entweder links oder rechts der Autobahn „gefangen“.

Vor Jahren, als der Bebauungsplan EV 138 für das Neubaugebiet aufgestellt wurde, da gab es in den Plänen auch diesen Passus: „Es ist an eine Fuß- und Radwegebrücke über die A 2 gedacht, die das Plangebiet mit Alt-Brechten verbindet, um auf kürzestem, verkehrssicheren Weg die Infrastruktureinrichtungen in Alt-Brechten zu erreichen ...“

Sozialdemokraten wollen wissen, ob es die Pläne überhaupt noch gibt

Jetzt haben die Sozialdemokraten in der zuständigen Bezirksvertretung Eving die Angelegenheit ausgegraben und wollen wissen, wie es um die Idee dieser Brücke steht. Fraktionsvorsitzende Gabi Hammacher formuliert es in ihrem Antrag so: „Ist diese Brücke noch in Planung und wenn ja, wann kann man mit der Fertigstellung rechnen?“ Gabi Hammacher jedenfalls würde eine solche Brücke grundsätzlich begrüßen, um die „Insellage“ der Brechtener Heide zu beenden.

Seinerzeit war in den Planungen die Rede davon, dass die Brücke an die Straße „Güldene Eiche“ anschließen soll. Hammachers CDU-Amtskollegin Petra Frommeyer kommentiert deshalb auch ein wenig zurückhaltender: „Eine Brücke ist sicher eine Überlegung wert. Aber hier muss man auf jeden Fall den Lärmschutz im Blick haben. Denn hier ist es schon jetzt sehr laut. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Lärmschutz hier unterbrochen werden kann“. Für die CDU-Politikerin ist ein anderes Projekt für Brechten wichtiger als eine Brücke: der zweite Kindergarten für die Brechtener Heide.

Brückenschlag für Brechten: Bezirksvertreter fragen nach alten Plänen an der A 2

Hier an der zugewachsenen Lärmschutzwand ist Schluss an der Güldenen Eiche. Dahinter liegen die A2 und das Neubaugebiet Brechtener Heide. © Britta Linnhoff

Die kleine Seitenstraße des Schiffhorst, die Güldene Eiche, endet derzeit direkt an der Lärmschutzwand. Die letzten Häuser stehen kurz davor, ganz am Ende endet die Straße im Nichts, wie früher Straßen vor der Berliner Mauer endeten. Es ist eine reine Wohnstraße. Laut ist es hier nur wegen des Lärms von der Autobahn, der trotz Lärmschutzwand herüberschwappt.

Brückenschlag für Brechten: Bezirksvertreter fragen nach alten Plänen an der A 2

Hier endet das Idyll der Güldenen Eiche: hinter der Wand braust der Verkehr. © Britta Linnhoff

Die Stadt wollte sich im Vorfeld der Bezirksvertretung, in deren Sitzung die SPD-Anfrage behandelt wird, nicht zum Thema äußern.

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