Darum amüsiert sich „Günna“ über den „Pink Panther von Eving“

rnComedy in Eving

Die Pointen saßen und das Publikum lachte viel: Kabarettist Bruno „Günna“ Knust feierte in der Stadtteilbibliothek Eving einen gelungenen Auftritt. Dabei schwelgte er auch in Erinnerungen.

von Tobias Weskamp

Eving

, 02.10.2019, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Darf man Witze über Blöde machen? Ich sage ja, ist ja keine Minderheit“: Mit dem Kabarettisten Bruno „Günna“ Knust gab es in der Stadtteilbibliothek Eving viel zu lachen. Zum Beispiel auch darüber: „Durch die Kleidung kann man heutzutage ja kaum Rückschlüsse auf die Person ziehen. Laufen ja so wenige in Zwangsjacke rum.“

Knust witzelt auch über Lokalpolitik

Etwa 90 bis 100 Besucher waren in die Bibliothek gekommen und lachten herzhaft über Knusts Sprüche. Auch Evings Bezirksbürgermeister Oliver Stens (SPD) bekam sein Fett weg. Er war in einem pinkfarbenen Hemd erschienen. Knust kommentierte das ironisch: „Einen Bürgermeister in Pink hab ich noch nie gesehen. Der Pink Panther von Eving.“ Alle amüsierten sich - auch Stens, der herzhaft lachte.

Darum amüsiert sich „Günna“ über den „Pink Panther von Eving“

Dorothee Lindemann-Güthe, Leiterin der Bezirksverwaltungsstelle (l.), und Regina Hildebrandt, Leiterin der Stadtteilbibliothek, freuten sich über Bruno Knusts Besuch. © Tobias Weskamp

Zu Eving hat Knust eine besondere Verbindung. „Ich habe hier gewohnt, seitdem ich zwei Jahre alt war“, erzählt er abseits der Bühne. „Es erstaunt mich immer wieder, wie sehr sich Eving verändert hat. Da ich jetzt seltener hier bin, fällt mir das umso mehr auf.“ In den 1970er-Jahren ist er in Eving als Puppenspieler aufgetreten, weiß er noch.

Darum amüsiert sich „Günna“ über den „Pink Panther von Eving“

Bezirksbürgermeister Oliver Stens (3.v.l.) war auch das Ziel von Bruno Knusts (gutwilligen) Spötteleien. © Tobias Weskamp

Auch in den alten Räumen an der Deutschen Straße war Knust aufgetreten, wie sich Edda Benthaus, die ehemalige Bibliotheksleiterin, erinnert. „Ich habe davon sogar noch alte Fotos gefunden“, beschreibt Regina Hildebrandt. „Als Fan war es ein Traum von mir, dass er mal hier auftritt“, verrät sie.

Auf dem Friedhof wirft man mit Smartphones

Neben Erinnerungen an seine Jugend sprach Knust aber auch vom Ende des Lebens. „Es gibt jetzt Friedhöfe mit WLAN. Jetzt glaube ich an ein Leben nach dem Tod! Statt Blumen wirft man ein Smartphone mit Ladekabel ins Grab.“

Auch Dortmund war das Ziel von Knusts Spott: „Von allen hässlichen Städten ist Dortmund die schönste“, zeigte er sich überzeugt. Er wurde aber auch nostalgisch: „Wir haben so eng zusammengewohnt, wenn einer Zwiebeln schnitt, haben die Nachbarn mitgeweint.“ Auch um das Miteinander ging es: „Zu mir sagte mal einer, dass wir uns im Pott alle duzen würden. Ich hab geantwortet: Wenn man sich mag, macht man das, das sollten Sie wissen.“

Stadtbezirksmarketing unterstützte die Aktion

Der Auftritt von Bruno Knust fand in Kooperation mit dem Stadtbezirksmarketing statt, erklärte Regina Hildebrandt, die Leiterin der Stadtteilbibliothek. „Wir unterstützen uns gegenseitig“, freut sich Dorothee Lindemann-Güthe, Leiterin der Bezirksverwaltungsstelle. „Die Motivation war, unseren Kunden und den Evinger Bürgern so eine tolle Veranstaltung kostenlos anbieten zu können“, ergänzt Regina Hildebrandt.

Die Kooperation im Stadtbezirk ist generell sehr eng. So wurde beispielsweise das große Sommerfest der Bibliothek von der Bezirksvertretung bezahlt, jetzt half das Stadtbezirksmarketing.

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