Bündnis ruft zu Kundgebung gegen Neonazi-Aufmarsch in Dortmund auf

Montag in der Nordstadt

Mit einer Gegenkundgebung will ein überparteiliches Bündnis gegen den Aufmarsch von Neonazis am Montag in der Nordstadt demonstrieren. Der Aufruf übt auch deutliche Kritik an der Justiz.

Dortmund

, 26.10.2019, 16:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bündnis ruft zu Kundgebung gegen Neonazi-Aufmarsch in Dortmund auf

Wie schon an den vergangenen Montagen wollen Neonazi-Gegner gegen Rechtsextremismus einstehen. © Oliver Schaper

Ein überparteiliches Bündnis will am Montagabend (28.10.) gegen Antisemitismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit demonstrieren. Dazu haben die Verantwortlichen zu einer Kundgebung am NSU-Mahnmal vor der Steinwache, Steinstraße, aufgerufen.

Hintergrund der Kundgebung sind die regelmäßigen Veranstaltungen der Partei „Die Rechte“, die angekündigt hatte, immer montags in der Dortmunder Nordstadt zu demonstrieren. So ist auch wieder am Montag, 28. Oktober, abends eine Neonazi-Kundgebung angemeldet worden.

Entscheidung zu Anti-Israel-Parolen kritisiert

In der Ankündigung der Kundgebung gegen die Rechtsextremisten äußerten die Einladenden ihr Unverständnis darüber, dass das Verwaltungs- und schließlich das Oberverwaltungsgericht Neonazi-Parolen wie „Nie wieder Israel“ nicht verboten hatten. „Dass solche Parolen und Demonstrationen nach den Vorkommnissen in Kassel und Halle nicht neu bewertet werden, ist mehr als unverständlich“, heißt es in dem Aufruf.

Das Bündnis wolle Menschen unterstützen, die gegen Antisemitismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit auf die Straße gehen wollen. Das soll mit der Kundgebung möglich werden. Die Teilnehmer versammeln sich um 19 Uhr am angekündigten Treffpunkt nahe des Kinos hinterm Bahnhof.

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