Bündnis zerstritten - Jusos sind ausgestiegen

Bildungsstreik

DORTMUND Wenn das Bildungsstreikbündnis Dortmund am Mittwoch (9. 6.) im Rahmen des europaweiten Bildungsstreiks zur Demonstration aufruft, werden viele Organisationen aus Dortmund nicht dabei sein.

05.06.2010, 05:17 Uhr / Lesedauer: 2 min
Rund 1000 Studenten nahmen 2009 am Bildungsstreik teil.

Rund 1000 Studenten nahmen 2009 am Bildungsstreik teil.

So soll das KffB nicht bereit gewesen sein, Störaktionen und andere Alleingänge zu unterlassen, sagen die Ausgetretenen. Rückblickend auf die vom 28. April gemeinsam von den ASten der TU und der FH organisierten Demonstration erklärt Kai Uwe Joppich vom AStA der FH Dortmund: „Wir sind verärgert darüber, wie das KffB die von uns angemeldete Demo als Bühne für ihre eigenen Ansichten und Aktionen missbraucht hat. Wir sind für eine bessere Bildung auf die Straße gegangen, und nicht, um ein anderes Staats- oder Wirtschaftssystem zu fordern. Die Demonstration auf dem Friedensplatz mit einem angedeuteten Sturm auf das Rathaus zu spalten und parallel zu unserer Abschlusskundgebung lautstark eine eigene Erklärung abzugeben, zeugt von keinem guten Stil. Ein solches Verhalten schadet der gemeinsamen Sache mehr, als es ihr dienlich ist.“   „Die berechtigte Kritik am Bildungsnotstand in Deutschland dürfe nicht als Hebel für linksextreme Tendenzen missbraucht werden. Leider konnten wir in den vergangenen Wochen diesen Konsens nicht mehr herstellen“, bedauerte Florian Meyer vom AStA der TU die Haltung des KffB. Ziel müsse es sein, die Öffentlichkeit weiter gezielt für die Probleme in der Bildung zu sensibilisieren und zugleich konstruktiv an Verbesserungen für die Studierenden und Schüler sowie Auszubildenden in Dortmund zu arbeiten.

Sämtliche ausgetretenen Organisationen bedauern es, sich zu diesem Austritt gezwungen gesehen zu haben. Die Idee, die hinter dem Bildungsstreik steht, sei in ihren Augen eine auch zukünftig unterstützenswerte Sache. Es sei daher auch erklärtes Ziel, nach dem Bildungsstreik neue gemeinsame Bündnisse zu prüfen und gegebenenfalls zu etablieren. 

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