Gestank und Schmutz am Bahnhof: Aplerbecker Grüne wollen olle Unterführung selber sanieren

rnBahnhof Aplerbeck-Süd

Seit Jahren stinkt’s gewaltig in der Unterführung am Bahnhof Aplerbeck-Süd. Über die Optik braucht man schon lange kein Wort mehr zu verlieren. Den Aplerbecker Grünen reicht es jetzt.

Aplerbeck

, 16.05.2019, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Bahnhof (offiziell DB-Haltepunkt) Aplerbeck-Süd ist seit Jahren ein großes Thema im Stadtbezirk. Tausende Aplerbecker nutzen den Bahnhof, um von hier beispielsweise in die Dortmunder Innenstadt zu fahren. Pendler und Shopping-Gäste, die dazu noch ihr Fahrzeug auf dem Parkplatz an der Mondstraße abstellen.

Das Problem ist nur, der Bahnhof stinkt den Aplerbeckern gewaltig. Nicht nur der marode Zustand und die nicht vorhandene Barrierefreiheit - nein es müffelt wirklich. In der Unterführung, die zu dem Mittelbahnsteig führt, riecht es wie in einer Kloake. Da hilft es auch wenig, dass die Deutsche Bahn alle Jubeljahre einmal feucht durchwischen lässt. In der letzten Sauberkeitsbewertung hat der Haltepunkt zwar ein Gut bekommen, „doch das können wir nicht mehr ernst nehmen“, sagt Fritz Goersmeyer (Grüne). Jetzt ist es nicht so, dass es nicht klappt mit der Konversation mit der Deutschen Bahn.

Am Vorplatz hat die Deutsche Bahn schnell reagiert

So hat Walther Heuner, Sprecher der Grünen im Ortsverband Aplerbeck persönlich Kontakt mit dem Dortmunder Bahnhofsmanager Jörg Seelmeyer aufgenommen und den Zustand des Parkplatzes moniert. Auf dem hatten sich Schlaglöcher gebildet, in denen ein Kleinwagen hätte verschwinden können. „Hier hat die Bahn schnell reagiert und im April die gröbsten Löcher geschlossen“, sagt Heuner.

Gestank und Schmutz am Bahnhof: Aplerbecker Grüne wollen olle Unterführung selber sanieren

Die großen Schlaglöcher auf dem Schotterparkplatz vor dem Bahnhof hat die Deutsche Bahn beseitigt. © Jörg Bauerfeld

Nur in Sachen stinkender Unterführung hat sich eben nichts getan. Jetzt wollen die Grünen mithilfe von Aplerbecker Bürgern selber Hand anlegen und die Unterführung sowie den Haltepunkt halbwegs wieder in Schuss bringen. Frische Farbe, ein paar Graffiti und wenn möglich eine Verbesserung des Feuchtigkeitsproblems.

Pläne, den Bahnhof nach Osten zu verlegen

Aber warum packt die Deutsche Bahn die Sanierung des Bahnhofes Aplerbeck-Süd nicht einmal an? „Es ist eigentlich klar, weil es immer noch die Pläne gibt, den Bahnhof näher an die Wittbräucker Straße zu verlegen“, sagt Fritz Goersmeyer. Wann und wie das aber geschehen wird, ist noch nicht klar. Pläne gibt es noch keine, zumindest hat die Deutsche Bahn noch keine den kommunalen Politikern in Aplerbeck vorgelegt.

„Und auch wenn klar ist, dass gebaut wird. Das geschieht ja nicht von heute auf morgen“, sagt Barbara Blotenberg, Sprecherin der Grünen-Fraktion in der Bezirksvertretung Aplerbeck. Also wolle man selber etwas unternehmen. „In Dortmund ist bald Kirchentag und da empfangen wir unsere Gäste in solchen Bahnhöfen. Das muss doch nicht sein“, so die Grünen-Politikerin.

Gestank und Schmutz am Bahnhof: Aplerbecker Grüne wollen olle Unterführung selber sanieren

Auch die Wände der Unterführung könnten neuen Putz und Farbe gebrauchen. © Jörg Bauerfeld

Sie werde jetzt Gespräche mit Jörg Seelmeyer suchen und sich die Erlaubnis holen, die Unterführung zu den Gleisen in Eigenarbeit aufzufrischen. Dass es da mit ein wenig Farbe nicht getan ist, weiß auch Barbara Blotenberg. Aber mit ehrenamtlichem Engagement sollte es zu schaffen sein. „Ich habe auch schon bei der Freiwilligen Feuerwehr angefragt, ob sie sich vorstellen könnte, die Unterführung einmal ordentlich auszuspritzen, um den Gestank herauszubekommen“, sagt Barbara Blotenberg. Eine Antwort gab es bislang noch nicht, doch bei den Grünen ist man zuversichtlich. Ebenso, was die Zusage der Deutschen Bahn angeht.

Eine Umgestaltung mit Graffiti sei vorstellbar

Aber wie soll die Unterführung gestaltet werden? Auch hier gibt es schon eine Idee. So hat ein junger, talentierter Sprayer schon einmal eine Wand auf der Sport- und Freizeitanlage an der Schweizer Allee gestaltet. Unter anderem mit einem riesigen Konterfei von Ex-BVB-Trainer Jürgen Klopp. „So etwas in der Art können wir uns auch am Bahnhof Aplerbeck-Süd vorstellen“, sagt Blotenberg.

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