Bürgerforum zur Studie über Rechtsextremismus

Politik am Pranger

DORTMUND Prof. Wilhelm Heitmeyer von der Universität Bielefeld stellte seine von der Stadt in Auftrag gegebene Studie über Rechtsextremismus in Dortmund am Donnerstagabend im Rathaus zur Diskussion. Und dabei kam Erschreckendes zu Tage.

von Von Ralf Michalak

, 05.02.2010, 12:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer stellte die Studien-Ergebnisse vor.

Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer stellte die Studien-Ergebnisse vor.

Man müsse die Ängste der Bürger ernst nehmen, „bevor es die Rechten tun“, sagte der Leiter der Koordinierungsstelle für Vielfalt, Toleranz und Demokratie, Hartmut Anders-Hoepgen. Schließlich gaben 38 Prozent der Befragten im Stadtbezirk Eving an, sich durch Muslime bedroht zu fühlen und 42 Prozent waren der Meinung, es gebe zu viele Ausländer. Dass 76 Prozent der Evinger der Meinung sind, die berufliche Situation der Jugendlichen habe sich verschlechtert und jeder zweite Evinger als größtes Problem die mangelnde Unterstützung durch die Politik angeben, spiele den Extremisten in die Hände.

Denn genau da holt die rechte Szene vor allem Jugendliche ab. „In den politischen Eliten müssen mehr junge Menschen, mehr Bürger aus den betroffenen Stadtteilen und aus den unteren Bildungsschichten vertreten sein“, sagte Heitmeyer. Die Gesellschaft müsse mehr tun, um Jugendliche anzuerkennen.  

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