Bürgerinitiative will Revierpark auf die Finger gucken

Nach Hip-Hop-Festival

Das Parkchaos am vergangenen Wochenende im Umfeld des Hip-Hop-Festivals im Revierpark Wischlingen hat bei den Anwohnern das Fass zum Überlaufen gebracht. Sie wollen sich – auch mit Bürgern aus Marten – in einer Bürgerinitiative zusammentun und die Revierpark GmbH "intensiv auf einzuhaltende Umweltbelange verweisen."

WISCHLINGEN

, 26.08.2017, 02:43 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bürgerinitiative will Revierpark auf die Finger gucken

Ein Teil des benachbarten "Camping-Platzes" zwei Tage nach dem Ende des Hip-Hop-Festivals.

Sicherlich brauche die Stadt Veranstaltungsorte, und junge Leute sollten auch feiern, sagt Anwohner Klaus Keuntje. Und dass mal etwas schieflaufen könne wie am vergangenen Wochenende sei klar, doch inzwischen jage im Revierpark eine Veranstaltung die andere mit allen unerfreulichen Begleiterscheinungen – neben verkehrswidrig zugeparkten Straßen, Lärm und Verschmutzung auch die nächtlichen Auf- und Abbauarbeiten und der Transport mit schweren LKW.

Keine Kompromissbereitschaft?

Der Park müsse inzwischen für Dinge herhalten, die mit einem Naherholungsgebiet und Naturschutz kaum in Einklang zu bringen seien, berichtet Keuntje. Die Geschäftsleitung, die sicherlich wirtschaftlich denken müsse, höre sich zwar die Beschwerden an, sei aber nicht kompromissbereit. Von dort bekomme man die Antwort: „Naturschutz ist eine Haustür weiter.“ Die Geschäftsleitung des Revierparks bestreitet, solche Äußerungen getan zu haben. „Wir sind nicht beratungsresistent“, versichert Bernd Kruse, einer der beiden Geschäftsführer. Sicherlich müsse man sich Gedanken machen, ob man solch eine Veranstaltung wie das Bass-lastige Hip-Hop-Festival so fortführe. „Ich habe kein Interesse daran, das gegen den Unmut der Bürger fortzusetzen.“

Überschaubare Beschwerdelage

Kruse merkt aber auch an, dass die Musikfestivals in den vergangenen sieben Jahren funktioniert hätten, es bis zum Wochenende keine Parkprobleme gegeben habe und die Beschwerdelage bis dahin überschaubar gewesen sei. Ziel sei, den Menschen dieser Stadt – für alle verträglich – solche Events anbieten zu können. Kruse: „Das ist ein Bereich, der niemals alle zufriedenstellen wird.“

In diesem Jahr gebe es insgesamt sechs Veranstaltungswochenenden mit zusammen 15 Tagen. „Ich habe die Hoffnung gehabt“, sagt der Geschäftsführer, „dass wir das im Einvernehmen mit den Anwohnern hinkriegen.“

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