Bürgerwut gegen Neubaugebiet in Dortmund: Pläne sorgen für Ärger

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17 Jahre lang lagen die Pläne für das unerwünschte Neubaugebiet brach. 2017 wurden sie abgeändert und beschlossen. Jetzt sorgen sie für Ärger – und einen kleinen Shitstorm auf Facebook.

Oestrich

, 30.10.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Grünflächen sollten einem Neubaugebiet weichen, ein Wohnhaus abgerissen und Gärten von Mietern eingestampft werden. Erfolgreich kämpften die Anwohner im Jahr 2000 gegen diese Pläne der Viterra AG. 17 Jahre später lag ein anderer Plan auf dem Tisch: der Bebauungsplan Mg 165.

Die Vonovia als Folge-Eigentümerin hat laut Pressesprecherin Bettina Benner die Fläche westlich der Straße Erlenkamp und südlich der Straße Schwalbenbrink mittlerweile veräußert. Den Bauträger konnte sie dieser Redaktion nicht nennen. Etwa 20 Häuser sollten dort ursprünglich gebaut werden und künftig die Vogelsiedlung in Oestrich erweitern.

Die Fläche, die jetzt für das Neubaugebiet eingeplant ist, ist deutlich kleiner als die aus den Plänen der Viterra AG. Doch die Anwohner sorgten sich um den Erhalt ihrer Festwiese und um die Natur.

Bäume werden gefällt

Zwei Jahre lang war es ruhig um die Erweiterung der Vogelsiedlung, jetzt sorgt ein Facebook-Video für einen kleinen Shitstorm. „In Oestrich wird radikal alles abgeholzt“, schreibt eine Userin dazu. Beginnen damit die Vorbereitungsarbeiten für das Neubaugebiet?

Eine Anfrage an die Stadt Dortmund läuft. „Oh wie traurig“, kommentiert eine Facebook-Nutzerin das Video von den Rodungen. Doch die Userin, die es gepostet hat, ärgert noch etwas anderes.

„Uns [...] hatte man im letzten Jahr [...] untersagt, einen Baum zu fällen [...], der allerdings auch den Bürgersteig derart hebt, dass man kaum mit Kinderwagen/Rollstuhl/Rollator durchkommt. Interessant wie verschiedene Regeln gelten. Na gut, mit einem Neubaugebiet kann man auch reichlich Kohle verdienen“, schreibt sie.

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