BUND will bei EU protestieren

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) droht mit einer Beschwerde bei der EU-Kommission in Brüssel, falls der Arnsberger Regierungspräsident Helmut Diegel wie geplant den Luftreinhalte-Plan für Dortmund mit der Mini-Umweltzone in der Brackeler Straße in Kraft setzt.

von Oli

, 09.07.2007, 13:09 Uhr / Lesedauer: 1 min

Gestern lief die Einspruchsfrist für den Luftreinhalteplan bei der Bezirksregierung ab. Eine der letzten Stellungnahmen, die eintrafen, war die der BUND-Kreisgruppe. Es ist kurzgefasst ein Verriss des Arnsberger Konzeptes. Die Vorschläge seien "vollkommen unzureichend und teilweise sogar kontraproduktiv für den Gesundheitsschutz in der Dortmunder Innenstadt", moniert BUND-Sprecher Thomas Quittek. Der Luftreinhalteplan sieht im Kampf gegen die erhöhte Feinstaub- und Stickoxid-Belastung in der Nähe des Borsigplatzes meist langfristige) Maßnahmen wie Energiesanierung, Umrüstung von öffentlichen Fahrzeug-Flotten, Straßen-Neubauten und eine Sperrung der Brackeler Straße für Diesel-Fahrzeuge, die die strengen Umweltrichtlinien nicht erfüllen, vor. Alle PKW und LKW – mit Ausnahme von Linienbussen, Straßenreinigungs- und Rettungsdienst-Fahrzeugen – brauchen damit künftig eine gelbe oder grüne Schadstoffplakette, wenn sie das 330 Meter lange Straßenstück zwischen Spähenfelde und Borsigplatz befahren wollen.

Die "kleinste Umweltzone Europas" spotten die Umweltschützer. Ihr Urteil: Mit den vorgeschlagenen Maßnahmen seien untauglich zur Senkung der Schadstoffbelastung oder würden erst nach dem Jahr 2012 wirksam. Der BUND fordert dagegen weiterhin die Einrichtung einer ruhrgebietsweiten Umweltzone, zu der mindestens das 22 Quadratkilometer große Gebiet der Dortmunder Innenstadt zwischen B 1 und Fredenbaum gehören soll.

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