Bundespolizei weckt Schlafenden mit "leichtem Schmerzreiz" Danach nimmt sie ihn fest

Beamte der Bundespolizei versuchten am Freitagmorgen (4.11.) einen schlafenden Mann zu wecken. Als der sich den Maßnahmen der Polizei widersetze, nahmen Bundespolizisten ihn fest.
Beamte der Bundespolizei versuchten am Freitagmorgen (4.11.) einen schlafenden Mann zu wecken. Als der sich den Maßnahmen der Polizei widersetze, nahmen Bundespolizisten ihn fest (Symbolbild). © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild
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Bundespolizisten fanden am Freitagmorgen (4.11) in einer Regionalbahn im Dortmunder Hauptbahnhof einen schlafenden Mann. Der 36-jährige Kölner habe gegen 7.15 Uhr quer über mehrere Sitze gelegen, teilte die Bundespolizei in einer Pressemitteilung mit.

Weil der Zug dort endete, haben Bundespolizisten versucht, den Mann zu wecken. Da das erfolglos verlief, setzten die Beamten irgendwann einen „leichten Schmerzreiz“, heißt es in der Mitteilung.

Was das genau bedeutet? Auf Nachfrage erklärte Bundespolizeisprecherin Anne Rohde, dass der Mann „in den Arm gekniffen worden sei“. Das müsse man manchmal bei Personen machen, um zu gucken, ob es sich nicht um einen medizinischen Notfall handle.

Mann ignoriert Kontrolle

Der Mann sei aufgewacht und habe die Bahn verlassen. Am Bahnsteig habe der 36-Jährige den Beamten seinen Ausweis zeigen sollen, das aber ignoriert. Bundespolizisten hätten ihn deshalb aufgehalten und durchsucht, weil der Mann sagte, er habe keinen Ausweis dabei.

Laut Bundespolizei, habe er während der Kontrolle mehrfach seinen Unmut über diese geäußert, sei zunehmend aggressiver geworden und habe sich mehrfach „bedrohlich vor den Polizisten“ aufgebaut.

Alkoholgehalt von 1,9 Promille

Weil er keine Angaben zu seiner Person gemacht habe, habe man ihn mit zur Wache nehmen wollen – und weil der Kölner wiederholt nicht reagiert habe, schließlich seine Arme umgriffen. Der 36-Jährige riss sich jedoch los. Erst auf dem Boden gelang es den Beamten, den Mann zu fesseln, heißt es von der Polizei.

Auf der Wache gab der 36-Jährige schließlich seine Personalien preis. Ein freiwilliger Atemalkoholtest habe schließlich einen Alkoholgehalt im Blut von 1,9 Promille ergeben. Eine BodyCam habe den Einsatz gegen den Mann aufgezeichnet. Die Bundespolizisten hat ein Ermittlungsverfahren wegen des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.