BVB entzieht Ultras Auswärts-Dauerkarten

Borussia Dortmund

Der BVB bestraft seine Ultras: In der Fanszene herrscht seit Mittwoch große Aufregung. Der Verein hat drei Ultragruppen die Auswärts-Dauerkarten entzogen. Dabei dürfte auch die DFB-Strafe eine Rolle gespielt haben, die wegen des massiven Einsatzes von Pyrotechnik im Mai ausgesprochen wurde.

DORTMUND

, 14.07.2016, 12:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
BVB entzieht Ultras Auswärts-Dauerkarten

Dortmunder Anhänger hatten am 21. Mai im Olympiastadion massiv Pyrotechnik gezündet.

Aktualisierung Freitag, 16.53 Uhr: Das sagt der BVB

Jetzt hat auch der BVB unsere Anfrage beantwortet: "Wir können bestätigen, dass Ultragruppierungen die Möglichkeit des Kaufs einer Auswärtsdauerkarte entzogen wurde. Da wir uns aktuell noch in der Aufarbeitung der vergangenen Saison und insbesondere im Austausch mit den betroffenen Gruppierungen befinden, möchten wir Sie um Verständnis bitten, dass wir uns zum Sachverhalt nicht weiter äußern werden."

Erstmeldung Donnerstag, 11.56 Uhr: Ultragruppierungen im Visier

Der WDR berichtete am Mittwochnachmittag, dass der BVB den drei Ultragruppierungen "The Unity", "Jubos" und "Desperados" die Auswärts-Dauerkarten entziehen will. Dabei berief sich der WDR auf eigene Informationen.

Das Fanprojekt, das in der BVB-Fanarbeit stark engagiert ist, bestätigte am Donnerstag auf Nachfrage unserer Redaktion, dass der Verein zu dieser Maßnahme wohl greifen werde. "Uns war allen klar, dass der Verein irgendwie reagieren wird. Dabei dürfte auch die DFB-Strafe eine Rolle gespielt haben", sagte Thilo Danielsmeyer vom Fanprojekt. Wegen des massiven Einsatzes von Pyrotechnik während des Pokalfinals am 21. Mai hatte der Deutsche Fußball-Bund den BVB zu einer Strafzahlung in Höhe von 75.000 Euro verurteilt. Zudem droht ein Teilausschluss der Südtribüne.

Man werde nun den Dialog mit dem Verein suchen, erklärte Thilo Danielsmeyer. Da Teile des Vereins aktuell im Trainingslager weilen und einige Verantwortliche im Urlaub seien, könne dieser Prozess etwas dauern. 

Borussia Dortmund hat sich bislang nicht zu dieser Thematik geäußert. Eine Anfrage beim Verein läuft. Wir berichten weiter. Zur DFB-Strafe hatte sich BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke auf einer Pressekonferenz am Mittwoch geäußert (ab Minute 11:58). 

 

 

 

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