BVB-Fans greifen Wolfsburger an

Bundesliga

Auf dem Weg zum BVB-Auswärtsspiel nach Hannover haben nach Angaben der Bundespolizei 100 Fans von Borussia Dortmund in Porta Westfalica einen mit Wolfsburg-Fans besetzten Zug angegriffen. Die Wolfsburger waren auf dem Weg nach Schalke. Die Gewalttäter sollen das Spiel in Hannover nicht sehen und zurück nach Dortmund. Gesichtet wurden auch Hooligans aus der angeblich aufgelösten „0231 Riot“-Gruppe.

DORTMUND

, 28.10.2017, 14:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Einsatzkräfte der Bundespolizei. Foto: (Archiv): Peter Bandermann

Einsatzkräfte der Bundespolizei. Foto: (Archiv): Peter Bandermann

Vermummte Gewalttäter haben aus einer Gruppe von 200 BVB-Fans nach Angaben der Bundespolizei am Bahnhof Porta Westfalica einen mit Wolfsburg-Fans besetzten Zug angegriffen. Zur Überraschung der Angreifer begleiteten Bundespolizisten den Wolfsburger Zug. Die Polizisten setzten Schlagstöcke und Pfefferspray ein, um die Angriffe der vermummten Dortmunder abzuwehren.

Tatverdächtige sollen aus Ultra-Gruppen stammen

Ein Sprecher der Bundespolizei berichtete, dass die Tatverdächtigen aus den Gruppen „The Unity“und „Desperados“ stammen sollen. Sie hätten bei der Abfahrt ihres Zuges aus dem Bahnhof Porta Westfalica in Richtung Hannover die Notbremse gezogen, als gerade der Zug mit den Wolfsburg-Fans einfuhr und dann versucht, deren Waggons zu stürmen.

Angaben über Verletzte gibt es aktuell nicht.

Nach dem Polizeieinsatz seien 100 Personen aus dem Bahnhof geflüchtet und später zum Zug Richtung Hannover zurückgekehrt Der Wolfsburer Fanzug ist inzwischen verspätet in Essen angekommen. Der VfL spielt auf Schalke. Borussia Dortmund in Hannover. Nicht alle BVB-Fans aus dem Zug seien gewalttätig geworden.

Bundespolizei setzt Hubschrauber ein

Die Dortmunder Fans sind in Hannover angekommen, die Polizei will sie aber nicht bis in die Hannoveraner Innenstadt oder zum Stadion durchlassen und die Identitäten der Tatverdächtigen ermitteln. Die Bundespolizei verlegt mit Hubschraubern eine in Bayreuth stationierte Einheit nach Hannover, um die BVB-Fans zurück nach Dortmund zu begleiten. Eine Flugstunde kostet rund 4.000 Euro.

Nach Hannover gefahren sind auch etwa 20 Mitglieder der angeblich aufgelösten Hooligan-Gruppe „0231 Riot“. Sie saßen allerdings nicht in dem Zug der Dortmunder Ultras. Sie seien, berichtete ein Sprecher der Bundespolizei, „gediegen mit dem ICE“ zum Ziel gefahren, am Hauptbahnhof ausgestiegen und dann in der Hannoveraner Innenstadt verschwunden.

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