Car-Freitag in Dortmund: Platzverweise, beschlagnahmte Fahrzeuge und eine Machete

Raser, Poser, illegale Tuner

Am Karfreitag (2. April) kontrollierten Stadt und Polizei erneut die Raser-, Poser- und illegale Tuner-Szene, die sich in Dortmund trifft. Eine Bilanz vom „Car-Freitag“.

Dortmund

, 03.04.2021, 11:14 Uhr / Lesedauer: 2 min
Am „Car-Freitag“ wurde am Phoenix-West extra eine Kontrollstelle eingerichtet.

Am „Car-Freitag“ wurde am Phoenix-West extra eine Kontrollstelle eingerichtet. © Oliver Schaper

Die Polizei hat am Karfreitag (2. April) erneut gemeinsam mit dem Ordnungsamt die sich in Dortmund sammelnde Raser-, Poser- und illegale Tuner-Szene kontrolliert. Anlass war der „Car-Freitag“, ein Feiertag der Szene, bei dem es immer zu größeren Ansammlungen von Auto-Fans kommt.

In einer Pressemitteilung zieht die Polizei eine Bilanz des großen Einsatzes.

Erhöhtes Aufkommen am Gründonnerstag

Die Szene habe sich schon in der Nacht zuvor (am Gründonnerstag, 1. April) im Dortmunder Stadtgebiet gesammelt: Laut Polizei seien bis zu 400 Fahrzeuge „in der Spitze“ auf dem Wall unterwegs gewesen, im Bereich der Phoenixseestraße habe es ebenfalls ein erhöhtes Aufkommen gegeben.

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194 Personen und 150 Fahrzeuge hat die Polizei nach eigenen Angaben in der Nacht kontrolliert. Gegen 135 Menschen seien Platzverweise ausgesprochen worden. Drei Fahrzeuge wurden sichergestellt – damit ein technisches Gutachten angefertigt werden kann, so die Polizei. Zudem wurden 25 weitere Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr von der Polizei und 16 Verstöße gegen die Coron-Schutzverordnung geahndet.

Bei einem Autofahrer habe eine Blutprobe entnommen werden müssen, da er offenbar unter Drogeneinfluss gefahren sein soll. In seinem Wagen wurden laut Polizei ein Elektroschocker und eine Machete gefunden und sichergestellt. Gegen den Mann werden nun entsprechende Strafverfahren eingeleitet.

Bußgelder im vierstelligen Bereich

Am frühen Nachmittag des „Car-Freitag“ habe die Polizei „ein erhöhtes Aufkommen szenetypischer Personen“ im Bereich Phoenix-West festgestellt. Von zehn Verkehrsteilnehmern forderte die Stadtkasse wegen Verstößen laut Polizei einen „mittleren vierstelligen Geldbetrag“ – gemeinsam mit der Polizei und dem Ordnungsamt wurde eine Kontrollstelle eingerichtet. Außerdem sei ein Fahrzeug gepfändet worden.

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Car-Freitag in Dortmund

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Bis zum frühen Abend kontrollierten Polizei und Stadt nach eigenen Angaben 96 Fahrzeuge und 143 Personen, elf Platzverweise seien ausgesprochen worden. Zudem habe ein Radarwagen im Stadtgebiet 88 Temposünder erfasst: Die Fahrerinnen und Fahrer, die zu schnell fuhren, bekommen schriftliche Bußgeldbescheide.

Vier von ihnen seien so schnell gefahren, dass es zu einem Fahrverbot kommen könnte. Drei weitere Autofahrer mussten ihr Fahrzeug direkt bei der Polizei lassen – auch bei diesen Wagen wird ein technisches Gutachten erstellt.

Car-Freitag nimmt in der Nacht Fahrt auf

In den Abendstunden nahm der „Car-Freitag“ dann nochmal Fahrt auf, wie die Polizei berichtet: Rund um den Wall kontrollierten die Beamten gemeinsam mit der Stadt bis in die Nacht 244 Fahrzeuge und 337 Personen. Dieses Mal seien rund 206 Platzverweise ausgesprochen und drei Fahrzeuge sichergestellt worden.

Die Polizei baute Sperrstellen in den Bereichen Ruhrallee, Neutor und der Rheinischen Straße auf, weshalb sich der Verkehr staute. Kurzzeitig gab es auch Hupkonzerte, die aber von den Beamten unterbunden wurden.

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Gegen 3 Uhr seien nur noch wenige Fahrzeuge im Bereich des Wallrings unterwegs gewesen.

An der Güntherstraße kontrollierte die Polizei zu dem Zeitpunkt einen Pkw eines Mannes und fand größere Mengen an Betäubungsmitteln. Die Drogen, sein Fahrzeug, sein Führerschein und sein Mobiltelefon wurden sichergestellt, der Mann wurde ins Gewahrsam gebracht. Die Ermittlungen dauern an.

Im Bereich der Phoenixseestraße mussten mehrere Autofahrerinnen und Autofahrer ein Verwarngeld von 20 Euro bezahlen – die Straße ist zwischen 22 und 5 Uhr nur für Anlieger frei.

Das Ordnungsamt stellte am „Car-Freitag“ insgesamt 147 Ordnungswidrigkeitsanzeigen aus und erhob 70 Verwarngelder.

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