CDU fordert mehr Kontrollen

Nordstadt

DORTMUND Im Nachklang der emotional geführten Bürgerkonferenz zur Nordstadt fordern die CDU und Joachim Pohlmann, gemeinsamer OB-Kandidat von CDU und FDP/Bürgerliste, erneut mehr Kontrollen durch die Ordnungskräfte und eine Anlaufstelle für Alkoholiker – einen Trinkerraum, in dem Sozialarbeiter gleichzeitig Hilfe anbieten.

von Von Gaby Kolle

, 19.01.2010, 10:44 Uhr / Lesedauer: 1 min
CDU fordert mehr Kontrollen

Der Nordmarkt soll bald wieder für alle Bürger zur Verfügung stehen.

Diese „Sturheit“, so Krause, sei „völlig deplatziert und zeigt, dass die verfehlte SPD-Sozialpolitik der letzten 60 Jahre immer noch nicht an Einsicht gewonnen hat.“ Den vielseitig verwendeten Begriff „Saufraum“ hält OB-Kandidat Pohlmann für „unangemessen“. Ein Aufenthaltsraum für die Trinker dürfe diese nicht zum Weitertrinken in geselliger Runde ermuntern, sondern müsse durch aufsuchende Sozialarbeit konkrete Hilfe anbieten. Exzessiver Alkoholgenuss im Freien, Drogen, Prostitution und Arbeitstourismus – das sind die Umstände, unter denen Nordstadtbewohner leben.

Eine Patentlösung gebe es nicht, so Pohlmann, doch offensichtlich ein Vollzugsdefizit. Politik und Verwaltung könnten nicht alles glattbügeln, was Brüssel im Rahmen der EU bestimme, wie z.B. die Freizügigkeit für Bulgaren, „aber wir können auch hier durch Kontrollen und Präsenz wenigstens einen Teil des Problems eindämmen.“ „Bedenkenträgern“ hält Pohlmann entgegen: „Tut etwas, probiert etwas aus, hört auf die betroffenen Anwohner“. Er wolle das tun, kündigt der Kandidat an, und so genannte Bürgertreffs auch in anderen Stadtteilen schaffen. Pohlmann: „Politik sollte von unten nach oben und nicht umgekehrt gehen.“ 

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