CDU nimmt Nordstadt in den Blick

Kreisparteitag

Die Dortmunder CDU hat am Freitag beim Kreisparteitag zusammengesessen und neben Wahlen ihres Vorstands wichtige Ziele für die Partei formuliert. Ein Thema liegt den Mitgliedern dabei besonders am Herzen.

DORTMUND

, 10.06.2017, 14:57 Uhr / Lesedauer: 2 min
CDU nimmt Nordstadt in den Blick

Steffen Kanitz (Archivbild) bleibt Kreisvorsitzender der CDU.

Die Dortmunder CDU will sich in den nächsten Jahren verstärkt um die Probleme in der Nordstadt kümmern. Das ist ein Ergebnis des CDU-Kreisparteitags am Freitagabend im Brauersaal der DAB. Breite Rückendeckung gab es dabei für die Arbeit des Kreisvorstands.

Der CDU-Kreisvorsitzende Steffen Kanitz wurde von den 152 Delegierten aus Ortsunionen und Vereinigungen mit 96 Prozent der Stimmen in seinem Amt als Kreisvorsitzender bestätigt. Ähnlich komfortable Mehrheiten gab es bei der Wiederwahl der Stellvertreter Dr. Annette Littmann, Sascha Mader und Claudia Middendorf. Einstimmig wurde Uwe Wallrabe als Schriftführer bestätigt. Neuer Kreisschatzmeister ist an Stelle von Hans Jaeger, der aus Altersgründen nicht mehr kandidierte, Dr. Stephan Wallmeyer.

Freude über Landtagswahl-Ergebnis

Die positive Stimmung auf dem Parteitag wurde nicht zuletzt genährt durch den Erfolg der CDU bei der Landtagswahl am 14. Mai. „Ich bin froh und dankbar, dass es für Schwarz-Gelb gereicht hat und wir jetzt einen echten Politikwechsel hinbekommen“, stellte Steffen Kanitz mit Blick auf die laufende Regierungsbildung von CDU und FDP fest. Stolz könne man aber auch mit den Erfolgen der Bundespolitik sein, merkte der Kreisvorsitzende mit Verweis auf die Bundestagswahl im September an.

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Trotzdem hatte der Wahlerfolg im Mai auch einen Wermutstropfen für die Dortmunder Christdemokraten. Denn die bisherige Landtagsabgeordnete Claudia Middendorf verpasste den Wiedereinzug in den Landtag, weil wegen des landesweiten CDU-Erfolges in den Wahlkreisen die Landesliste erst gar nicht zum Zuge kam. Ein Problem, das nicht zuletzt dem Landtagswahlrecht geschuldet ist, stellte Kanitz fest. Denn das räumt den Wahlkreis-Kandidaten einen Anteil von 70 Prozent an den Mandaten ein, nur 30 Prozent werden über die Liste vergeben. Die Folge: Insbesondere bei den beiden großen Parteien SPD und CDU sind abseits der jeweiligen Hochburgen ganze Regionen nicht im Landtag vertreten. Der Parteitag sprach sich deshalb mit großer Mehrheit für eine Reduzierung des Wahlkreisanteils im Landtag auf 50 Prozent – analog zum Bundestag – und eine Neueinteilung der Landtagswahlkreise aus.

Ziel: Verbesserung von Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit in der Nordstadt

Einstimmig beschlossen wurde ein Antrag des CDU-Stadtbezirks Innenstadt-Nord, eine Nordstadt-Konferenz zu organisieren, die sich mit der Verbesserung von Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit befassen soll. Die Politik scheine immer weniger Einfluss auf die negativen Entwicklungen im Stadtbezirk nehmen zu können, heißt es in dem Antrag. Der Stadtspitze warf Steffen Kanitz vor, etwa beim Projekt Nordwärts die Prioritäten falsch gesetzt zu haben. „Es wird an vielen Problemen der Nordstadt vorbeidiskutiert“, sagte Kanitz. Und er versprach: „Die CDU Dortmund wird sich intensiv um den Stadtbezirk kümmern.“ 

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