CDU-Politikerin Horitzky: Trete nicht zurück

Kopftuch-Streit

Sie will keine Kopftücher mehr in der Dortmunder Nordstadt sehen und steht deshalb stark in der Kritik: CDU-Politikerin Gerda Horitzky. Trotz scharfer Angriffe denkt Horitzky im Kopftuch-Streit nicht an Rücktritt.

DORTMUND

, 29.07.2014, 12:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gerda Horitzky, Vorsitzende der CDU Innenstadt-Nord und stellvertretende Bezirksbürgermeisterin in der Nordstadt.

Gerda Horitzky, Vorsitzende der CDU Innenstadt-Nord und stellvertretende Bezirksbürgermeisterin in der Nordstadt.

Horitzkys Leserbrief im Original
"Es kann nicht sein, dass unsere christlichen Konfessionen überall muslimisch unterlaufen werden, zumal wir für Muslime sowieso nur Ungläubige sind. Umso wichtiger ist es unseren Glauben. da wo es geht, zu lebenund wie bisher ohne Kreuz auf der Stirn als Demonstration. Ich als Nordstädterin würde im Krankheitsfall ins St.-Johannes-Krankenhaus gehen, um mal eine Zeit OHNE (Hervorhebung im Original, d. Red.) Kopftücher zu erleben. Das muss im christlichen Abendland möglich sein."

Wie berichtet, hatte die 72-Jährige auf Nachfrage gesagt, sie wolle keine Kopftücher mehr sehen und zuvor in einem Leserbrief geschrieben, „es könne nicht sein, dass unsere christlichen Konfessionen überall muslimisch unterlaufen werden, zumal wir für Muslime sowieso nur Ungläubige sind“. Ausgangspunkt war eine

mit einer Kopftuch tragenden Mitarbeiterin.

Horitzkys Leserbrief im Original
"Es kann nicht sein, dass unsere christlichen Konfessionen überall muslimisch unterlaufen werden, zumal wir für Muslime sowieso nur Ungläubige sind. Umso wichtiger ist es unseren Glauben. da wo es geht, zu lebenund wie bisher ohne Kreuz auf der Stirn als Demonstration. Ich als Nordstädterin würde im Krankheitsfall ins St.-Johannes-Krankenhaus gehen, um mal eine Zeit OHNE (Hervorhebung im Original, d. Red.) Kopftücher zu erleben. Das muss im christlichen Abendland möglich sein."

Die Grünen hatten kritisiert, Horitzkys Äußerung, sie wolle in der Nordstadt keine Kopftücher mehr sehen, sei unvereinbar mit ihrem Amt.

Horitzky selbst sagte am Montag, sie habe von der Mitgliederversammlung der CDU im Stadtbezirk Nord „volle Rückendeckung“ bekommen. Ihr Leserbrief sei als Hilferuf für die Nordstadt zu verstehen gewesen. Horitzky: „Auch wenn mir das anders ausgelegt wird, ich möchte Politik für alle machen. Ich selber möchte hier wohnen bleiben. Und ich möchte gern einen Stadtbezirk haben, wo junge Familien nicht weg-, sondern hinziehen.“

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