CDU und Grüne sagen Grill-Müll den Kampf an

Parks: Mehr Ordnungskräfte

Die Probleme mit wilden Grillpartys und Abfallbergen in Parks und Grünanlagen rufen jetzt auch die Politik auf den Plan. Den Appell der Stadt an die Vernunft der Parknutzer hält die CDU-Ratsfraktion nicht für ausreichend. Gemeinsam mit den Grünen fordert sie jetzt einen Maßnahmenplan von der Verwaltung.

von Von Oliver Volmerich

, 14.06.2011, 12:02 Uhr / Lesedauer: 2 min
CDU und Grüne sagen Grill-Müll den Kampf an

Müll im Westpark nach dem Fest.

Es müsse klare Regeln geben, um das Grillvergnügen im Grünen in die richtigen Bahnen zu lenken. Partylärm im Freien und die Vermüllung von Parks und Grünanlagen seien ein unhaltbarer Zustand, findet die ordnungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Christiane Krause. Sie fordert, dass sich Stadt und Polizei gemeinsam des Problems annehmen und dafür Sorge tragen, dass Anwohner nicht durch extremen Lärm belästigt werden und Spaziergänger, Kinder und Hunde die Parks tagsüber ohne Angst auf Verletzung wieder nutzen können. Für durchaus sinnvoll hält die CDU-Ratsfrau, dass es in einigen Parks extra ausgewiesene Grillplätze gibt, an denen jeder nach seinem Geschmack den Grill bestücken kann. „Nicht hinnehmbar ist allerdings, dass mittlerweile viele im kompletten Park verteilt ihren Grill aufstellen und anschließend große Mengen an Müll zurück lassen“, erklärt Christiane Krause.

Sie sieht aber nicht nur Verbote als Lösung, sondern plädiert auch für größere Grillplätze, an denen mehr Menschen Platz für sich und ihren Grill finden. „Ich halte es für sinnvoll, Grillverbote auszusprechen und auf diese entsprechend mit Schildern und Ordnungskräften hinzuweisen“, erläutert Christiane Krause. „Gleichzeitig sollte die Stadt aber auch Ausschau nach größeren Freiflächen halten, an denen Grillplätze eingerichtet werden könnten, damit die vielen Menschen, die sich im Sommer in freier Natur ihr Würstchen brutzeln wollen, auch den Platz dazu haben.“

Auf jeden Fall sollten in den Grünanlagen der Stadt mehr Müllbehälter aufgestellt werden. Denn die wenigen, die es in den Parks gebe, seien an heißen Wochenenden fast immer total überfüllt. „Wir müssen dahin kommen, dass Grillen in den Dortmunder Parks zu einem Vergnügen für alle wird und sich nicht zu einem Müllproblem für die Stadt und zu einem Desaster für Anwohner und Nutzer der Parks entwickelt.“ Bezirksbürgermeister Friedrich Fuß will darauf achten, dass die Beschlüsse der Bezirksvertretung auch effektiv umgesetzt werden. "Wir erwarten, dass die Verwaltung verschärft gegen Verstöße geltender Ordnungen vorgeht", fordert Fuß.

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