CDU will Friedensplatz in Samtlebe-Platz umbenennen

Kontroverse Idee

Die CDU zieht nach in der Causa Samtlebe: Die Christdemokraten schlagen vor, den bekanntesten Platz der Stadt nach dem im Jahr 2011 gestorbenen Alt-Oberbürgermeister zu benennen. Dabei ist der Antrag der SPD-Fraktion, einen Platz oder eine Straße nach Samtlebe zu benennen, noch gar nicht in den Rat eingebracht.

DORTMUND

von Von Gaby Kolle

, 16.01.2013, 01:52 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nach den Überlegungen der CDU könnte der Friedensplatz bald Günter-Samtlebe-Platz heißen.

Nach den Überlegungen der CDU könnte der Friedensplatz bald Günter-Samtlebe-Platz heißen.

 Letzteres Argument haben auch die Grünen in der zuständigen Bezirksvertretung Innenstadt-West für ihre Überlegungen mit zu Grunde gelegt. Dort kursiert die Idee, Günter Samtlebe den Platz zu widmen, der vor der Petri-Kirche Richtung Hauptbahnhof entsteht. Bekanntlich werden den Platz nur zwei neue Gebäude säumen: das künftige Kundencenter von DSW21 und die Nationalbank.  Wie berichtet, will sich die SPD-Fraktion mit allen Kräften im Rat auf eine Lösung einigen und die Verwaltung zunächst einen Vorschlag machen lassen. Die hat bereits die City-Achse Kampstraße oder Brüderweg als möglichen Günter-Samtlebe-Boulevard in den Umlauf gebracht.Eine Vorstellung – noch kein konkreter Vorschlag –, der auch SPD-Parteichef Franz-Josef Drabig einiges abgewinnen könnte: „Ich bin schon der Auffassung, so etwas an prominenter Stelle innerhalb des Walls zu machen. Da das aber Sache der Bezirksvertretung Innenstadt-West ist, muss man das in enger Abstimmung mit ihr tun.“ Er habe auch „überhaupt keinen Stress“ mit dem Vorschlag der CDU-Fraktion, den Friedensplatz in Günter-Samtlebe-Platz umzubenennen: „Das ist auch an prominenter Stelle und nahe am Rathaus.“

 Während es bei den Fraktionen im Grundsatz keine Einwände gegen die Ehrung Samtlebes gibt, hatte sich die grün-schwarz dominierte Bezirksvertretung Innenstadt-West vom angekündigten Antrag der SPD-Ratsfraktion überrumpelt gefühlt, den sie am 14. Februar in den Rat einbringen will. Der grüne Bezirksbürgermeister Friedrich Fuß: „Offensichtlich will man mit der Bezirksvertretung nicht kommunizieren, es sollen Fakten hergestellt werden.“ Vorschlag zur Güte von Franz-Josef Drabig: „Eine gemeinsame Sitzung von Bezirksvertretung und Ältestenrat.“

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