Chaos am Freibad Deusen: Der Parkplatz-Vorschlag der Siedler hat einen gewaltigen Haken

rnFreibad Hardenberg

Neue Straße, neuer Parkplatz - so stellen sich die Anwohner die Lösung für das Verkehrschaos rund um das Freibad Hardenberg vor. Ihr Vorschlag ist aber wohl nicht umsetzbar.

Deusen

, 07.08.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Regelmäßige Kontrollen und rigoroses Abschleppen sollen an Hitzetagen das Verkehrschaos rund um das Freibad Hardenberg in Deusen eindämmen. Ist der Freibadparkplatz überfüllt, werden Bad- und Stiegenweg gesperrt. Bislang funktioniere das gut, so Bezirksbürgermeister Harald Hudy (SPD). Auch die in den Abendstunden zusätzlich eingesetzten Busse entzerren die Situation.

Fraglich ist allerdings noch immer, wie eine dauerhafte Lösung aussehen soll. „Wir werden darüber beraten und mögliche Lösungen prüfen“, sagte Hudy bereits Ende Juli.

So stellen sich die Siedler den neuen Parkplatz vor

Eine Lösung hat die Siedlergemeinschaft Deusen in petto. Zuletzt wurde darüber bei der monatlichen Versammlung im Juli diskutiert. Von dem Vorschlag überzeugt seien die Siedler noch immer, hieß es danach. Und der sieht so aus: Nördlich der Bahntrasse, die die Deusener Straße kreuzt, soll entlang der Gleise eine neue Straße entstehen: die „Freibadstraße“, so der Arbeitstitel der Siedler.

Und gleich neben dem Kanal könnte dann der neue Parkplatz gebaut werden, der den alten überflüssig machen soll. Ein zusätzlicher Eingang an der Ecke Stiegenweg/Im Ellingroth soll den Weg zum Freibad verkürzen. So müssten Besucher nicht bis zum Haupteingang laufen.

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Das steht dem Parkplatz im Weg

Doch umsetzbar ist das nicht, wie Stadt-Pressesprecher Christian Schön erklärt. „Es steht keine Fläche zur Verfügung, die zum Parkplatz werden könnte“, sagt er. Seit einem Ratsbeschluss aus dem Jahr 2002 gehöre das fragliche Grundstück dem Umweltamt der Stadt Dortmund - als „Fläche für den ökologischen Ausgleich“.

„Diese Fläche ist vor mehr als zehn Jahren als sogenannter ‚DEW-Klimaschutzwald‘ aufgeforstet worden - im Rahmen des Projektes ‚Prima Klima‘“, erklärt Christian Schön. Neben dem Waldstück am Freibad Hardenberg liege zudem eine Fläche, auf der ökologische Landwirtschaft betrieben wird.

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Welche Alternativen gibt es?

Der Vorsitzende der Siedlergemeinschaft, Reiner Schramowski, kann das nicht nachvollziehen. „Es soll ja nur so viel Fläche frei gemacht werden, wie für einen Parkplatz nötig ist“, sagt er und befürchtet: „Solange der jetzige Parkplatz da ist, wird er weiter angefahren werden und es wird weiter Ärger geben.“ Doch der Parkplatz-Vorschlag wird nicht in die Tat umgesetzt.

„Eine Abholzung der Fläche für einen Parkplatz, der nur in der Sommerzeit gebraucht wird, wäre absurd in der heutigen Zeit, in der es noch mehr als im Jahr 2002 darauf ankommt, unser Klima zu schützen und auch als Stadt entsprechende Maßnahmen zu treffen“, erklärt Christian Schön.

Alternativ steht die Einbahnstraßenregelung Badweg, Garbenweg, Stiegenweg zur Diskussion - ein weiterer Vorschlag der Siedler. Dazu konnte die Stadt bisher keine Rückmeldung geben.

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