Chaos beim Ticketverkauf - BVB überdenkt Vorverkauf

Revierderby

Einen noch nie dagewesenen Ansturm gab es auf die Derbykarten fürs BVB-Gastspiel beim FC Schalke. Hunderte Borussia-Fans drängelten sich am Montagmorgen vor der Geschäftsstelle. Die Polizei musste die Lage beruhigen. Der BVB überdenkt nun sein Vorverkaufssystem.

DORTMUND

von Von Felix Guth und Wiebke Karla

, 02.04.2012, 14:45 Uhr / Lesedauer: 2 min
Vor der BVB-Geschäftsstelle gibt es Tumulte. Alle wollen Karten für das Derby der Borussen gegen Schalke 04.

Vor der BVB-Geschäftsstelle gibt es Tumulte. Alle wollen Karten für das Derby der Borussen gegen Schalke 04.

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Chaos beim Ticketvorverkauf für Schalke-BVB

Der Ticketvorverkauf für das Revierderby zwischen dem BVB und Schalke 04 drohte zu eskalieren. 25 Polizisten mussten eingreifen, nachdem es zu Schubsereien und Gedränge gekommen war.
02.04.2012
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Die Szenerie, kurz vor Öffnung der Türen zur Geschäftsstelle.© Foto: Felix Guth
Hunderte Fans kamen für ein Ticket an die BVB-Geschäftsstelle - manche hatten seit dem Nachmittag des Vortages hier campiert.© Foto: Felix Guth
Eine Polizeikette sicherte nach rund einer Stunde unkontrollierten Gedränges den Eingang ab.© Foto: Felix Guth
Immer wenn die Türen zum Vorverkaufsraum geöffnet wurden, begann ein großes Gedränge. Die Polizei musste für Ordnung sorgen.© Foto: Felix Guth
Blick aus dem Innern der Geschäftsstelle: BVB-Ordner und Polizisten versuchen, den Einlass zu regulieren.© Foto: Felix Guth
Geschafft: Ein Fan wird von einer Polzistin ins Innere der Geschäftsstelle geleitet.© Foto: Felix Guth
Die Enge setzte vielen Fans zu - vor allemm junge Frauen hatten Kreislaufprobleme.© Foto: Felix Guth
Immer wenn die Türen zum Vorverkaufsraum geöffnet wurden, begann ein großes Gedränge. Die Polizei musste für Ordnung sorgen.© Foto: Felix Guth
Die Szenerie vor der BVB-Geschäftsstelle am Montagmorgen.© Foto: Felix Guth
BVB-Ticketing-Chef Matthias Naversnik im Gespräch mit der Polizei.© Foto: Felix Guth
Campierende Fans hinterließen viel Müll an der BVB-Geschäftsstelle.© Foto: Felix Guth

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Chaos beim Ticketvorverkauf für Schalke-BVB

Der Ticketvorverkauf für das Revierderby zwischen dem BVB und Schalke 04 drohte zu eskalieren. 25 Polizisten mussten eingreifen, nachdem es zu Schubsereien und Gedränge gekommen war.
02.04.2012
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Die Szenerie, kurz vor Öffnung der Türen zur Geschäftsstelle.© Foto: Felix Guth
Hunderte Fans kamen für ein Ticket an die BVB-Geschäftsstelle - manche hatten seit dem Nachmittag des Vortages hier campiert.© Foto: Felix Guth
Eine Polizeikette sicherte nach rund einer Stunde unkontrollierten Gedränges den Eingang ab.© Foto: Felix Guth
Immer wenn die Türen zum Vorverkaufsraum geöffnet wurden, begann ein großes Gedränge. Die Polizei musste für Ordnung sorgen.© Foto: Felix Guth
Blick aus dem Innern der Geschäftsstelle: BVB-Ordner und Polizisten versuchen, den Einlass zu regulieren.© Foto: Felix Guth
Geschafft: Ein Fan wird von einer Polzistin ins Innere der Geschäftsstelle geleitet.© Foto: Felix Guth
Die Enge setzte vielen Fans zu - vor allemm junge Frauen hatten Kreislaufprobleme.© Foto: Felix Guth
Immer wenn die Türen zum Vorverkaufsraum geöffnet wurden, begann ein großes Gedränge. Die Polizei musste für Ordnung sorgen.© Foto: Felix Guth
Die Szenerie vor der BVB-Geschäftsstelle am Montagmorgen.© Foto: Felix Guth
BVB-Ticketing-Chef Matthias Naversnik im Gespräch mit der Polizei.© Foto: Felix Guth
Campierende Fans hinterließen viel Müll an der BVB-Geschäftsstelle.© Foto: Felix Guth

Vorerst streicht der Verein den für den 10.4. geplanten freien Verkauf der Tickets für das letzte Auswärtsspiel der Saison beim 1. FC Kaiserslautern (28.4.). Alle Karten für diese Partie werden nur an Vereinsmitglieder oder über die Tickethotline angeboten. Aus Sicht des BVB seien die Tumulte entstanden, "weil sich etliche Schwarzmarkthändler unter die echten Fans gemischt und versucht hatten, diese in der riesigen Schlange zu überholen". Daraufhin habe man die Polizei zur Hilfe gerufen. Auf dem Gelände der Geschäfsstelle entstand geringer Sachschaden durch ein Feuer, das wartende Fans in der Nacht entzündet hatten. Die Polizei war laut ihrer Abschlussbilanz mit über 20 Beamten im Einsatz. Offiziell musste eine Person wegen Kreislaufproblemen von Rettungssanitätern behandelt werden." Bereits in den frühen Morgenstunden hatte es einen Einsatz wegen Streitigkeiten zwischen wartenden Fans und vermeintlichen Schwarzhändlern gegeben.

Soeben kommt die Meldung: Alle rund 1000 Karten sind ausverkauft, etwa 150 BVB-Fans gehen leer aus. Die Polizei ist weiterhin vor Ort.

Alle Fans, die aktuell in der Schlange vor der BVB-Geschäftsstelle stehen, erhalten noch genau eine Karte. Sonst würde das Kontigent der Schwarzgelben nicht ausreichen. Das kommt bei den Wartenden nicht gut an: "Ich stehe seit 22 Uhr hier. Unglaublich wie schlecht das hier organisiert ist", sagt Fan Bernd Siepe.  Auch der Einsatzleiter der Polizei hat die Organisation des Kartenverkaufs gegenüber unserer Redaktion kritisiert.

Weiterhin stehen nach Angaben unseres Reporters etwa 200 Fans vor der Geschäftsstelle. Beim BVB äußert man sich bisher nicht zur Situation am heutigen Morgen. Die Presse wird aktuell nicht mehr in die Geschäftsstelle herein gelassen.

Die Lage an der Geschäftsstelle beruhigt sich langsam. Die Polizei hat eine Kette gebildet und sorgt dafür, dass keine Fans auf die B1 laufen. Inzwischen sind etwa 25 Polizisten vor Ort - unter anderem Kräfte der Bereitschaftspolizei.

Die Polizei lässt die Fans jetzt schubweise in die Geschäftsstelle. Es soll jetzt ein Absperrband gespannt werden. Vor der Tür herrscht großes Gedränge und Geschrei. Das nächste Problem: Die Karten werden knapp. Es gibt nur noch 450 Karten, rund 500 Fans stehen aber noch vor der Geschäftsstelle.

Es ist ein Gedränge wie noch nie, sagen selbst erfahrene Ordner. Einige Fans warten bereits seit Sonntagmittag auf den Start des Kartenverkaufes für das Derby am Samstag, 14. April. Die Situation war zwischenzeitlich sehr angespannt, drei Menschen wurden in dem Gedränge offenbar leicht verletzt. Es wurde sogar erwogen, den Ticketverkauf ganz abzubrechen. Inzwischen ist auch die Polizei vor Ort. "Wir unterstützen den BVB und halten vor allem die Menschen von der Fahrbahn der B1 fern", so Polizeisprecher Peter Schulz.

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