Chemie-Einheit gibt es schon

04.09.2008, 19:06 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Dortmunder Feuerwehr sieht sich gut gerüstet, um wie von NRW-Innenminister Ingo Wolf angekündigt, für ganz Westfalen eine Sondereinheit zur Bekämpfung von atomaren, biologischen und chemischen (ABC) Gefahren zu stellen (wir berichteten).

Die Basis ist bereits mit der Spezialeinheit Chemie vorhanden, die an der Feuerwache 8 in Eichlinghofen stationiert ist. Dort gibt es nicht nur besondere Gerätschaften für so genannten ABC-Einsätze, sondern auch speziell ausgebildete Mitarbeiter, erklärt Feuerwehr-Pressesprecher Thomas Osthoff gegenüber den Ruhr Nachrichten.

Für eine vom Land geplanten Ausweitung des Aufgabenbereichs und Einsatzgebietes solle es wohl weitere Qualifizierungen geben. "Der Bereich ist generell sehr personalintensiv", weiß Osthoff. Darüber hinaus sollen modernste Mess- und Analysegeräte angeschafft werden.

Bundesweit wird es sechs Standorte mit ABC-Spezialeinheiten geben: Neben Köln und Dortmund auch in Berlin, Hamburg, Magdeburg und Mannheim. Die Spezialeinheiten in NRW sollen nach dem Willen des Landes bereits nach wenigen Minuten per Hubschrauber am Einsatzort sein. Der Feuerwehr-Sprecher geht davon aus, dass dazu aber kein eigener Landeplatz an der so genannten Umweltwache in Eichlinghofen nötig sein wird. Wie bei den Höhenrettern als Spezialeinheit der Dortmunder Feuerwehr setze man eher auf eine Kooperation mit der Fliegerstaffel der Polizei, die am Flughafen in Wickede stationiert ist.

Über Einzelheiten der Planungen für die Spezialeinheit soll nun noch weiter mit dem Land gesprochen werden. 2009 soll alles einsatzbereit sein, kündigt Osthoff an. Oli

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