City-Ring für Dr. Jochen Opländer

Wilo-Ehrenvorsitzender

Mit 81 Jahren trägt Dr. Jochen Opländer das erste Mal in seinem Leben einen Ring und das ist gleich ein ganz besonderer: der City-Ring. Die Initiativgemeinschaft für eine attraktive Innenstadt verlieh am Montag dem Ehrenvorsitzender der Wilo SE die renommierte Auszeichnung für seine besonderen Verdienste um die Stadt Dortmund.

DORTMUND

von Von Bettina Kiwitt

, 07.01.2013, 18:51 Uhr / Lesedauer: 3 min

Rund 300 Gäste aus Wirtschaft, Politik, Kultur und Sport erlebten im Industrieklub einen „Normalbürger, für den das alles ein bisschen viel ist“. Understatement ist eben ein Kennzeichen von Dr. Jochen Opländer, eine der großen Unternehmerpersönlichkeiten der Stadt, die einen Handwerksbetrieb zu einem Weltkonzern für Pumpentechnik aufgebaut hat.

Axel Schroeder, Vorsitzender des City-Rings, skizzierte den Charakter des Preisträgers: vielseitig interessiert, weltoffen, großzügig und tolerant. Ein Mensch mit einer klaren Meinung, „die er auch sagt, bodenständig mit Ecken und Kanten, halt ein echter Dortmunder Junge, ein echter Typ, wie es nicht viele gibt.“

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Dr. Jochen Opländer bekommt den City-Ring

Mit 81 Jahren trägt Dr. Jochen Opländer das erste Mal in seinem Leben einen Ring: den City-Ring. Die Initiativgemeinschaft für eine attraktive Innenstadt verlieh am Montag dem Ehrenvorsitzender der Wilo SE die renommierte Auszeichnung für seine besonderen Verdienste um die Stadt Dortmund.
07.01.2013
/
Gerhard Rüschenbeck und Klaus Günzel (v.l.) trafen sich bei der Verleihung des City-Rings.© Foto: Dieter Menne
In großer Runde genossen Rita Aschwer, Oliver Hermes, Jan Opländer, Tobias Ketterle und Evi Hoch (v.l.) den Empfang.© Foto: Dieter Menne
Auch Werner Schwarz, Thomas Rufus und Gerd Kolbe (v.l.) kamen in den Westfälischen Industrieklub.© Foto: Dieter Menne
Gute Stimmung herrschte bei Rolf Holtmeyer, Carsten Oberhagemann, Prof. Dr. Michael ten Hompel und Prof. Dr. Hans-Jörg Bullmeyer (v.l.).© Foto: Dieter Menne
Dr. Jochen Opländer und Prof. Dr. T. Hausamen (v.l.) hatten viel Spaß an der Veranstaltung.© Foto: Dieter Menne
Er schmiedete den City-Ring: Juwelier Gerhard Rüschenbeck (rechts).© Foto: Dieter Menne
Mit dabei: Ingo Tiemann und Eckart Scherf (v.l.).© Foto: Dieter Menne
Farbenfroh zeigten sich Elisabeth Brand und Rüdiger Teepe.© Foto: Dieter Menne
Im Gespräch: Hans Klüting und Herr Koepchen (v.l.).© Foto: Dieter Menne
Manfred Hoyer, Dr. Joachim Maas und Dr. Heinz S. Thieler waren gut gelaunt (v.l.).© Foto: Dieter Menne
Dr. Gerhard Langemeyer, der ehemalige Oberbürgermeister der Stadt Dortmund, traf auf Prof. Dr. Ottfried Dascher und Dr. Peter Funke (v.l.).© Foto: Dieter Menne
Frauenpower bei der City-Ring-Verleihung: Evi Hoch, Rita Aschwer und Renate Frucht (v.l.).© Foto: Dieter Menne
Auch Ulrich Finger, Uwe Fischer und Albert Götzmann waren Gäste (v.l.).© Foto: Dieter Menne
Mit dabei: Erika Schneider, Dr. Franz Heinemann, Klaus Volkmann und Monika Block (v.l.).© Foto: Dieter Menne
Die leitende Oberstaatsanwältin Birgit Cirullies und Rechtsanwalt Hans Joachim Pohlmann unterhielten sich im Westfälischen Industrieklub wahrscheinlich nicht nur über Rechtsfragen.© Foto: Dieter Menne
Dr. Heinz S. Thieler, Adolf Miksch und Thomas Kocher (v.l.) lächelten für die Kamera.© Foto: Dieter Menne
Die Namensvetter Franz van Bremen und Franz Hirthammer (v.l.).© Foto: Dieter Menne
Auch Klaus Günzel, F. Peter Schmitz und Claus-Dieter Weibert kamen zur Preisverleihung (v.l.).© Foto: Dieter Menne
Otto Kentzler und sein Sohn Heiko (v.l.) hatten offensichtlich Grund zur Freude.© Foto: Dieter Menne
Ganz in grau kam Martin Eul (rechts), hier im Bild mit Bodo Harenberg.© Foto: Dieter Menne
Lächelten fürs Familienfoto: Otto, Ute und Heiko Kentzler (v.l.).© Foto: Dieter Menne
Falko Derwald, Josef Cremer, Hubertus Brand und Till Christian Hoppe (v.l.) senkten den Altersdurchschnitt.© Foto: Dieter Menne
Mit dabei: Udo Mager und Horst Trebbe (v.l.).© Foto: Dieter Menne
Dr. Jochen Opländer im Gespräch mit Ulrich Sierau (v.l.).© Foto: Dieter Menne
Guter Laune waren auch Beate Puplick und Dr. Alexander Puplick.© Foto: Dieter Menne
Bei der Verleihung des City-Rings traf unser Fotograf auch Markus Isenburg und Dr. Laura Faltz.© Foto: Dieter Menne
Lars Thiele und Rudolf Isken (v.l.) hatten viel Freude.© Foto: Dieter Menne
Das musikalische Rahmenprogramm gestalteten die Mädchen der Chorakademie.© Foto: Dieter Menne
Die Chorakademie am Konzerthaus Dortmund ist eine der größten Singschulen Europas.© Foto: Dieter Menne
Unter anderem sangen sie das Lied "Kein schöner Land".© Foto: Dieter Menne
Das musikalische Rahmenprogramm gestaltete die Chorakademie.© Foto: Dieter Menne
Die Besucher der Veranstaltung lauschten ihnen aufmerksam.© Foto: Dieter Menne
Kinder der Chorakademie sangen für die Gäste der City-Ring-Verleihung.© Foto: Dieter Menne
Die Chorakademie sorgte für die passende Musik.© Foto: Dieter Menne
Impressionen von der Verleihung des City-Rings an Dr. Jochen Opländer.© Foto: Dieter Menne
Impressionen von der Verleihung des City-Rings an Dr. Jochen Opländer.© Foto: Dieter Menne
Impressionen von der Verleihung des City-Rings an Dr. Jochen Opländer.© Foto: Dieter Menne
Impressionen von der Verleihung des City-Rings an Dr. Jochen Opländer.© Foto: Dieter Menne
Impressionen von der Verleihung des City-Rings an Dr. Jochen Opländer.© Foto: Dieter Menne
Im Bild: Steffen Kanitz und Klaus Wegener (v.l.).© Foto: Dieter Menne
Impressionen von der Verleihung des City-Rings an Dr. Jochen Opländer.© Foto: Dieter Menne
Impressionen von der Verleihung des City-Rings an Dr. Jochen Opländer.© Foto: Dieter Menne
Der Dortmunder Ingenieur und Unternehmer Dr. Jochen Opländer wurde für seine Ingenieurskunst und das verantwortungsvolle Führen eines Familienunternehmens geehrt.© Foto: Dieter Menne
Impressionen von der Verleihung des City-Rings an Dr. Jochen Opländer.© Foto: Dieter Menne
Impressionen von der Verleihung des City-Rings an Dr. Jochen Opländer.© Foto: Dieter Menne
Freute sich sichtlich über den Preis: Dr. Jochen Opländer.© Foto: Dieter Menne
Endlich steckte Axel Schroeder dem Preisträger Dr. Jochen Opländer den Ring an den Finger.© Foto: Dieter Menne
Unter dem Applaus der Gäste wurde Opländer der City-Ring verliehen.© Foto: Dieter Menne
Impressionen von der Verleihung des City-Rings an Dr. Jochen Opländer.
Dr. Jochen Opländer (rechts) im Gespräch mit Axel Schroeder vom City-Ring Dortmund e.V.© Foto: Dieter Menne
Preisträger Dr. Jochen Opländer im Gespräch.© Foto: Dieter Menne
Impressionen von der Verleihung des City-Rings an Dr. Jochen Opländer.© Foto: Dieter Menne
OB Ulrich Sierau begrüßte die Gäste.© Foto: Dieter Menne
Impressionen von der Verleihung des City-Rings an Dr. Jochen Opländer.© Foto: Dieter Menne
Viele namhafte Dortmunder waren bei der Vergabe anwesend.© Foto: Dieter Menne
Der City-Ring wurde im Westfälischen Industrieklub verliehen.© Foto: Dieter Menne
Dr. Jochen Opländer und der 1. Vorsitzende des City-Rings, Axel Schroeder, bei der Verleihung des City-Rings.© Foto: Dieter Menne
Schlagworte Dortmund

Opländer hat einen Großteil seines Lebens damit zugebracht, Wasser mit Hilfe von Pumpen zu bewegen. Da der 81-Jährige außerdem im Zeichen des Wassermanns geboren wurde, nutzte Axel Schroeder die Astrologie als roten Faden durch seine Laudatio für den frisch gekürten City-Ring-Träger.

Der typische Wassermann ist geistreich, unabhängig und steckt voller Tatendrang, wusste der City-Ring-Vorsitzende. Der Wassermann ist jedem Fortschritt zugetan, insbesondere jedem technischen. Dank der Planetenkonstellation bei seiner Geburt und geprägt von seinen Vorfahren habe Opländer schnell die Entscheidung getroffen: Ich werde Ingenieur.Schroeder erinnerte daran, dass der promovierte Maschinenbauer mit Pionierleistungen in der Pumpentechnik Wilo zu einem Paradebeispiel für den gelungenen Strukturwandel gemacht habe. Für diese Leistung habe er bedeutende Auszeichnungen erhalten, zuletzt die Rudolf-Diesel-Medaille. Einige Nobelpreisträger und Wernher von Braun haben diese Medaille ebenfalls bekommen. Der einstige Wilo-Chef habe sich für die Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft stark gemacht, sei ein Freund und Förderer der TU Dortmund. Schroeder zählte die zahlreichen Ehrenämter Opländers auf, sein Engagement für den Rudersport.

Dass der immer noch sein Steckenpferd ist, wurde in Opländers Ansprache deutlich. So rief er kurzerhand Ralf Holtmeyer, den Trainer des Deutschlandachters, an seine Seite. Die von Opländer gegründete Stiftung unterstützt das Ruderleistungszentrum in Dortmund. Als das für ihn 2012 „größte Erlebnis“ erinnerte der 81-Jährige begeistert an die Goldmedaille, die der Deutschlandachter bei den Olympischen Spielen in London geholt hat. Über den Sport hinaus engagiert sich Opländer für die Kultur, etwa als Vorsitzender des Dortmunder Kunstvereins und Mitbegründer der Kulturstiftung. Wassermänner brauchten eben viel geistige Anregung und kulturelle Aktivitäten, um gesund zu bleiben, meinte Schroeder. Musikalisch umrahmt wurde die Preisverleihung durch die jungen Sängerinnen der Chorakademie. Schroeder merkte dazu an, dass es schön wäre, wenn die Chorakademie, die nach Eving verbannt worden sei, in der Innenstadt zurückkehren dürfte. „Im Herzen der Stadt und in der Nähe des Konzerthauses ist ihr Platz.“ Der Applaus zeigte, dass viele Gäste seine Ansicht teilten.

Für eine weitere Anregung des City-Ring-Vorsitzenden gab’s ebenfalls Applaus: Dortmund solle doch mal wieder „eine richtig tolle Ausstellung“ in das Dortmunder U holen. Von dem wiederum Opländer nicht viel hält. Opländer ist eben, wie ihm Oberbürgermeister Ullrich Sierau bescheinigte, ein Mann, „der sich das Recht nimmt, sich als Bürger einzubringen oder auch zu provozieren“. Seine provokante Seite zeigte Opländer gestern weniger. Seine kurzweilige, locker frei vorgetragene Dankesrede nutzte er dazu, seine Herzensanliegen zu platzieren: Die Universität brauche eine bessere Anbindung an die City. Darüber hinaus habe Dortmund „ein kleines Imageproblem“, denn die Errungenschaften der Stadt seien außerhalb ihrer Grenzen zu wenig bekannt. Das ganz große Problem sei jedoch die Langzeitarbeitslosigkeit, dessen Tragweite offenbar noch nicht jeder erkannt habe. Ein Rezept dagegen habe er allerdings auch nicht, räumte Opländer ein.

Ansonsten verteilte er viel Lob für die Entwicklung der City, an der der City-Ring großen Anteil habe. „A la bonne heure“, also ein Bravo, gab es für Wirtschaftsförderungschef Udo Mager wie auch für den Vorstandsvorsitzenden der Wilo Se, Oliver Hermes. Ein Bier, das Opländer auf eigenen Wunsch nach 20 Minuten Redezeit serviert werden sollte, gab ihm den Wink, zum Schluss zu kommen. Das tat er auch. Denn der Wassermann neigt auch zur Geselligkeit. 

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt