Cityring ist gegen generelles Verbot auf Westenhellweg

Straßenmusik

Dortmund diskutiert über die von der Stadtspitze vorgeschlagene Verbotszone für Straßenmusik auf dem Westenhellweg. Die Innenstadt-Kaufleute haben einen anderen Vorschlag zur Lärmberuhigung.

Dortmund

, 05.02.2018, 13:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
Cityring ist gegen generelles Verbot auf Westenhellweg

Für die einen gehören Straßenmusiker zum Stadtbild. Die anderen empfinden die Musik als Lärmbelästigung. © picture alliance / dpa

Der Cityring, der Zusammenschluss von Dortmunder Kaufleuten, ist gegen eine Verbotszone von Straßenmusik auf dem Westenhellweg. Die Verwaltung empfiehlt der Politik, Straßenmusik von weiten Teilen des Westenhellwegs und seinen Nebengassen ganz zu verbannen. Anlass sind Beschwerden von Anwohnern über Lärmbelästigung.

Das stößt beim Cityring durchaus auf Verständnis. Trotzdem geht ihm der Vorschlag der Verwaltung zu weit. Cityring-Vorsitzender Dirk Rutenhofer: „Wir können die Argumente und Überlegungen der Verwaltungsspitze nachvollziehen und begrüßen den neuen Denkanstoß. Trotzdem sprechen wir uns gegen eine generelle musikfreie Zone in der Innenstadt aus. Eine Verschärfung der 2015 eingeführten Regelungen kann aus unserer Sicht einen zufriedenstellenden Kompromiss darstellen.“

Petition mit 170 Unterschriften

Seit knapp drei Jahren darf beginnend mit der vollen Stunde jeweils eine halbe Stunde lang musiziert werden. Darauf folgen 30 Minuten spielfreie Zeit. Im Anschluss muss der Künstler den Standort wechseln, der neue Punkt muss dabei mindestens 150 Meter vom vorherigen entfernt sein.

Die Zahl der Beschwerden ging durch die Maßnahmen zurück, eine Petition zum Stopp der Musikanten wurde mit rund 170 Unterschriften an das Ordnungsamt übergeben.

„Unsere Empfehlung ist, die Spielzeit auf 20 Minuten zu verkürzen und den Mindestabstand zum alten Standort auf 250 Meter zu erweitern. In anderen Ruhrgebiets-Städten hat sich zudem die Vergabe von Wochenlizenzen gegen Entgelt an eine begrenzte Anzahl von Personen bewährt“, so Rutenhofer.

Bettler als störender empfunden

Ein generelles Verbot für die Innenstadtzone hätte aus Sicht des Cityrings zur Folge, dass die Künstler auf Flächen ohne Laufpublikum ausweichen müssen und die Straßenmusik ganz verschwindet.

Als deutlich störender empfindet der Zusammenschluss der Dortmunder Kaufleute das offensive, teils aggressive Betteln und die organisierten Bettlerbanden. Rutenhofer: „Das beschädigt die Aufenthaltsqualität unserer City nachhaltig und hier sollte die Verwaltung deutlich stärker eingreifen und gegen die Entwicklung vorgehen.“

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