"Click it" - Mehr als nur Theater

20.01.2008, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

"Ich hatte ja keine Ahnung..." Verblüfft bis entsetzt reagieren viele Eltern bei Aufklärungsveranstaltungen zu Gefahren des Internets. Verblüfft darüber, wie intensiv bereits Zehnjährige die Möglichkeiten des www nutzen, entsetzt über die Gefahren, die damit verbunden sind.

So erging es auch Goetz Grebe, Vater zweiter Töchter in der 4. und 5. Klasse, bei einem Informationsabend des Kommissariats Vorbeugung der Polizei am Max-Planck-Gymnasium. "Ich hatte das Gefühl, ich weiß nichts vom Leben", so Grebe.

Der Großteil der Fünftklässler chattet bereits über so genannte "geschützte" Schülerplattformen. Doch auch die sind nicht vor Eindringlingen sicher. In den Chatrooms kann es bereits nach wenigen Klicks sehr unangenehm werden - wenn sich beispielsweise hinter dem jugendlichen Chatfreund in Wirklichkeit ein Erwachsener verbirgt, der sich das Vertrauen der Schüler erschleicht, um sie dann sexuell anzumachen, freizügige Fotos zu verlangen oder gar auf ein Treffen zu drängen.

Die Informationen hinterließen einen derart starken Eindruck bei Goetz Grebe, dass er als Spende seiner Dortmunder Zahnarztpraxis zwei Theateraufführungen der Kölner Kontakt- und Informationsstelle gegen sexuellen Missbrauch "Zartbitter e.V." organisierte.

Rund 500 bis 600 Max-Planck-Schüler sahen in der vergangenen Woche das Theaterstück "Click it", in dem Silvio die Welt des Chats entdeckt und darin sehr unangenehme Erfahrungen macht. rie

Die Stadtelternschaft möchte das Theaterstück "Click it" nach dem Vorbild von "Mein Körper gehört mir" fest in der Dortmunder Schullandschaft integrieren. Am Dienstag (29.1.) läuft um 19 Uhr (bis etwa 21.30 Uhr) eine Eltern-Informationsveranstaltung des Kommissariats Vorbeugung in der Aula des Goethe-Gymnasiums.

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