Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Club statt Hörsaal - Dortmunder Dozenten werden jetzt DJs

rnFZW

Perspektivwechsel für die Professoren: Seit zwölf Jahren ist die „Night of the Profs“ in Münster erfolgreich. Am 22. Mai feiert die Eventreihe seine Dortmund-Premiere im FZW.

von Annika Ross und Sylva Witzig

Dortmund

, 09.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Was machen Uni-Professoren eigentlich nachts? In der ersten Dortmunder „Night of the Profs“ beweisen zehn Professoren, wissenschaftliche Mitarbeiter und Doktoren der Technischen Universität (TU), der Fachhochschule (FH) und der International School of Management (ISM) Dortmund ihr Talent an den Turntables. Studenta, eine Organisation, die sich um Partys für Studenten kümmert, hat dafür gesorgt, dass die „Night of the Profs“ in die Ruhrgebietsstadt kommt.

Von Maschinenbau über Mathematik bis hin zu Marketing und Sport – die Stars des Abends kommen aus vielen Fachrichtungen. Manche von ihnen standen noch nie hinterm DJ-Pult – andere scratchen auch in ihrer Freizeit.

Mathe rockt

Martin Scheer erlebt im FZW sein erstes Mal als DJ. Hauptberuflich leitet er die Abteilung Höhere Mathematik an der TU Dortmund. Zuhause rockt er an der E-Gitarre. Die Feiernden können damit rechnen, dass die Stimmung wie eine Sinuskurve ansteigt, wenn er die Turntables dreht. Auf seinem Floor gibt es groovige, tanzbare Musik und eine Live-Gitarrendarbietung.

Club statt Hörsaal - Dortmunder Dozenten werden jetzt DJs

Martin Scheer ist im Berufsleben Mathematiker an der TU Dortmund. © Sylva Witzig

Auch eine Gesangseinlage ist nicht ausgeschlossen – der Mathematiker hatte sich bereits 2014 bei „The Voice Of Germany“ vorgestellt. Möglicherweise bringt er seinen Sohn zur Unterstützung mit – der ist Rapper. Seine Studenten dürfen im Vorfeld drei Songs wählen, die sie auf jeden Fall hören möchten. Besonders gespannt ist Scheer auf die Auftritte seiner eher seriösen Kollegen: „Stille Wasser sind tief“, betont er.

Techno vom Technik-Spezialisten

Wie ein DJ-Pult funktioniert, könnte Oliver Seifert seinen Studenten sicherlich auch im Schlaf erklären. Sein Fachbereich an der FH ist die Robotik. Schon in seiner Jugend legte er in Clubs auf und auch auf dem Sommerfest der FH mischt er regelmäßig mit.

Club statt Hörsaal - Dortmunder Dozenten werden jetzt DJs

Sonst arbeitet er mit Robotern, bei der Party lässt lieber die Gäste tanzen: Oliver Seifert. © Sylva Witzig

Bei der Night of The Profs steht auf seinem Floor elektronische Musik auf dem Programm. Besonders begeistert ihn die Technik dahinter. In rund 23 aktiven Jahren als DJ hat sich bei ihm viel Equipment angesammelt. Wichtig sei ihm, den musikalischen Nerv seiner Hörer zu treffen.

House-Party mit der einzigen DJane des Abends

Ruth Kaesemann lehrt Maschinenbau an der FH Dortmund. Sie ist ein „alter Hase“ im DJ-Business. In ihrer Freizeit legt die Djane beim Uniradio Eldoradio, sowie auf der FH-Sommerparty und Geburtstagsfeiern im Freundeskreis auf. Sie legt ihren Fokus auf Elektro, Deep House und Techno aus über drei Jahrzehnten. „Für jeden Musikgeschmack ist etwas dabei. Das wird eine riesige Party“, freut sich Kaesemann.

Club statt Hörsaal - Dortmunder Dozenten werden jetzt DJs

Ruth Kaesemann lehrt Maschinenbau an der FH Dortmund. Regelmäßig ist sie DJane. © Sylva Witzig

Zum Line-Up gehören zudem DJ Hoffjan (TU), DJ Schabbing (ISM), DJ Westermann (ISM), DJ Fannasch (ISM), DJ Schmidt (TU) und DJ Dzodrowski (TU). Ein weiterer DJ wird noch bestätigt. Eine Gage bekommen die DJs nicht. Sie verzichten auf ihre Bezahlung für einen guten Zweck. Das Geld fließt mit einem Teil der Eintrittsgelder an die DKMS (Deutsche Knochenmarksspenderdatei).

Feiern für den guten Zweck

Sylvia Marcello von der DKMS ist begeistert von der Spende. „Das ist ein tolles Zeichen im Kampf gegen den Blutkrebs.“ Einen Scheck mit 1500 Euro, die „DJ-Gage“, hat Marcello bereits erhalten. Stefan Hugenroth von Studenta ist sich sicher, dass das FZW gerockt wird: „Wir rechnen mit 1500 bis 2000 Gästen.“ Kommen kann jeder, die Fete ist nicht nur für Studierende gedacht.

Hier gibt’s Tickets:

  • Die DJs legen ab 23 Uhr auf. Beim Ticketkauf entscheiden Interessierte sich für einen Floor, zu dem sie zwischen 23 und 24 Uhr garantierten Zugang haben.
  • Nach Mitternacht können die Feiernden frei zwischen den Floors wechseln, sofern ausreichend Platz ist. Tickets gibt es für 8 Euro an den jeweiligen Unis und online unter nightoftheprofs.ticket.io
Lesen Sie jetzt