Corona-Fall an Dortmunder Förderschule: Eine Klasse ist in Quarantäne

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Weil eine Schülerin positiv auf das Coronavirus getestet wurde, befindet sich seit Freitag (19.6.) eine komplette Klasse der Wilhelm-Rein-Schule in Oestrich in Quarantäne.

Oestrich

, 19.06.2020, 11:23 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit Montag (15.6.) sind die Schulen in Dortmund erstmals seit Beginn der Corona-Krise wieder für alle Schüler geöffnet. Zwar steht es den Eltern aufgrund der möglichen Infektions-Gefahr frei, ob sie ihre Kinder in den Unterricht schicken oder nicht, doch die meisten tun es.

Trotzdem ist die Sorge groß, dass es aufgrund der Schulöffnung zu einer Corona-Welle kommt. An der Wilhelm-Rein-Förderschule in Oestrich haben die Befürchtungen am Donnerstag (18.6.) Form angenommen.

„Wir haben abends die Meldung bekommen, dass eine Schülerin der Primarstufe positiv auf das Coronavirus getestet wurde“, sagt Schulleiterin Barbara Winzer-Kluge am Freitag (19.6.). „Alle Schüler, Lehrer und Schulbegleiter der Klasse sind deshalb vorsorglich in Quarantäne und werden bis zu den Ferien nicht mehr zur Schule kommen.“

Die Klasse wird auf das Virus getestet

Am Montag (22.6.) werden sowohl die Schul- als auch alle weiteren Kontaktpersonen der Schülerin auf das Coronavirus getestet. Die Schule werde über die Ergebnisse der Schul-Kontakte informiert, so Barbara Winzer-Kluge.

„Ich hoffe auf ausschließlich negative Tests“, sagt die Schulleiterin. Denn das würde die Schulgemeinde beruhigen. „Das Thema ist generell Angst-behaftet. Und wenn es dann einen Fall gibt, gibt es natürlich Unruhe.“

Eltern anderer Klassen und aller zehn Jahrgangsstufen sorgten sich um ihre Kinder. Diese gehören jedoch nicht zur Infektions-Kette, so Barbara Winzer-Kluge. „Die Klassen und Jahrgangsstufen haben untereinander keinerlei Kontakt.“

Informationen über positiven Corona-Test Anfang der Woche

Bereits Anfang der Woche hatte sie alle Eltern der betroffenen Klasse in einem Brief darüber informiert, dass sich der Großvater der Schülerin infiziert habe und es möglich sei, dass sie sich bei ihm angesteckt habe. Die Schülerin selbst sei seit Bekanntwerden der Infektion in ihrer Familie zu Hause geblieben.

Die Wilhelm-Rein-Schule ist nicht die einzige Dortmunder Schule, die von positiven Corona-Tests betroffen ist. An der Libellen-Grundschule in der Nordstadt waren Mitte der Woche eine Lehrerin und eine OGS-Mitarbeiterin positiv getestet worden. Der Unterricht lief zunächst weiter.

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Im Umfeld des Reinoldus- und Schiller-Gymnasiums in Dorstfeld hatte es ebenfalls einen positiven Corona-Fall gegeben. Eine Klasse war einen Tag zu Hause geblieben, der Unterricht kann aber ebenfalls wieder normal weiterlaufen.

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