Der Altersdurchschnitt der gemeldeten Coronavirus-Fälle in Dortmund liegt mittlerweile bei unter 30. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild
Coronavirus

Corona-Infizierte in Dortmund im Schnitt unter 30 – „Das hatten wir noch nie“

So jung war die Coronavirus-Pandemie in Dortmund noch nie. Unter 30 ist der Altersschnitt der gemeldeten Fälle gerutscht. Gesundheitsamtschef Frank Renken betont die darin verborgene Gefahr.

Die vierte Corona-Welle ist die Pandemie der Jungen. Das zeigt sich zum Beispiel, wenn man die 7-Tage-Inzidenz nach Altersgruppen aufschlüsselt. Nun hat auch Dortmunds Gesundheitsamtschef Dr. Frank Renken eine aufschreckende Zahl genannt.

Im Rahmen der Pressekonferenz des Verwaltungsvorstandes sagte er am Dienstag (24.8.), der Altersdurchschnitt aller gemeldeten Corona-Infektionen in Dortmund liege aktuell bei unter 30 Jahren. „Das hatten wir noch nie.“

Bei hoher Inzidenz sterben auch mehr Junge an Covid-19

Für Renken ist das auch ein Grund, die zum Beispiel von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) aber auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) betonte Akzeptanz hoher Inzidenz-Werte kritisch zu sehen.

Auch wenn jüngere Menschen, seltener schwer an Covid-19 erkranken, ist die Wahrscheinlichkeit dafür eben nicht null. „Im Einzelfall werden sie genau so schwer krank wie ältere Menschen und sie können an dieser Krankheit sterben“, so Frank Renken.

„Wenn ich genügend Menschen in dieser Altersgruppe krank mache durch dieses Virus“, erklärt Frank Renken weiter, „dann werde ich auch wieder einen relevanten Anteil von schwer Kranken bekommen.“

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Redaktion Dortmund
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Bastian Pietsch

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