Corona-Kranke aus Klinikum darf nach Hause - Familie aus Dortmund unter Quarantäne

rnCoronavirus in Dortmund

Eine Frau aus Unna hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. Ihre Familie wohnt in Dortmund. Unterdessen gibt es neue Nachrichten zu den verbliebenen Verdachtsfällen vom Freitag.

Dortmund

, 02.03.2020, 12:42 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es gibt den ersten bestätigten Coronavirus-Fall mit Bezug zu Dortmund. Bei der betroffenen Person handelt es sich um eine 61-jährige Frau aus Unna, die zur Behandlung ins Klinikum Dortmund gebracht worden ist. Mittlerweile wurde die Patientin aber wieder in die häusliche Quarantäne entlassen. Außerdem haben sich die beiden verbliebenen Dortmunder Verdachtsfälle als negativ herausgestellt.

Wo sich die Patientin angesteckt hat, ist bislang unklar

Wie die Kreisverwaltung Unna auf einer Pressekonferenz am Montag (2. März) mitteilte, wurde die Frau, nachdem sich der Verdacht auf das Coronavirus bestätigt hat, zur stationären Behandlung nach Dortmund transportiert. „Die Krankheit verläuft bei der Patientin aber aktuell sehr leicht“, so Stadtsprecherin Anke Widow. Aus diesem Grund wurde die Frau am Montagnachmittag in die häusliche Quarantäne nach Unna entlassen.

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Während sich die Virusinfektion bei der Frau bestätigte, habe man bei ihrem Ehemann nach wie vor lediglich den Verdacht einer Erkrankung. Wo sich die beiden Personen angesteckt haben könnten, ist derzeit noch unklar.

Neben dem Ehemann bestehe auch bei der Schwiegermutter der Erkrankten, ihrem Hausarzt und einer behandelnden Ärztin ein begründeter Verdachtsfall. Nach Informationen der Kreisverwaltung zeigen die vier Personen allerdings keine Symptome und befinden sich bereits in Quarantäne.

Coronavirus bei Dortmunder Kind noch nicht bestätigt

Die Spur nach der Quelle der Ansteckung könnte nach Dortmund führen: Der Sohn der Erkrankten wohnt in Dortmund und befindet sich mit seiner Familie derzeit in Österreich im Urlaub. Zur Familie zählt auch ein Kleinkind, welches offenbar als Erstes über Symptome klagte.

Da es in Dortmund aktuell aber sonst keinen nachgewiesenen Fall einer Infektion gebe, sei es jedoch nicht wahrscheinlich, dass sich die Patientin bei ihrer Familie in Dortmund angesteckt habe, erklärt Widow. Am Urlaubsort befindet sich die Familie in Quarantäne.

Unterdessen hat die Stadt Dortmund eine Hotline für Fragen zum Thema „Coronavirus“ eingerichtet. Diese ist von montags bis freitags in der Zeit von 7 bis 18 Uhr unter der Telefonnummer 0231 5013150 zu erreichen.

Dortmunder Verdachtsfälle negativ

Derweil sei die am Montagmorgen geöffnete Stelle zur „Corona-Testung“ im Gesundheitsamt stark nachgefragt. Rund 25 Tests wurden dort bereits durchgeführt. Da zahlreiche Menschen ohne Ankündigung im Gesundheitsamt erschienen seien, wird darauf hingewiesen, dass ein Test ausschließlich nach einer vorherigen Kontaktaufnahme durchgeführt werde.

Bezüglich der beiden verbliebenen Dortmunder Verdachtsfälle vom Freitag (28. Februar) könne man indes Entwarnung geben. Die Testergebnisse seien negativ, so Widow.

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