Erleichterung und Kritik im Dortmunder Einzelhandel

rnWeiteres Vorgehen in der Corona-Krise

Mit Erleichterung reagieren Dortmunder Geschäftsleute auf die Lockerungen für den Einzelhandel. „Ein tolles Signal“, sagt Cityring-Vorsitzender Dirk Rutenhofer. Es gibt aber auch Kritik.

Dortmund

, 15.04.2020, 19:37 Uhr / Lesedauer: 1 min

Schleunigst werden sich Dortmunds Einzelhändler jetzt um Hygienekonzepte kümmern, die es ihnen ermöglichen, ihre Geschäfte am Montag (20. April) wieder zu öffnen. „Da werden die Hersteller von Spuckschutz-Vorrichtungen weiter zu tun bekommen und wichtig wird auch sein, dass es den Mundschutz zum Einkaufen auch für alle gibt“, sagt Dirk Rutenhofer, der Vorsitzende des Cityrings, in einer ersten Reaktion auf die von Bundes- und Landesregierung am Mittwochabend vorgestellten Maßnahmen zum Weiteren Vorgehen in der Corona-Krise.

Demnach dürfen Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern ab kommender Woche wieder öffnen, wenn sie die Einhaltung bestimmter Hygiene- und Abstandsregeln gewährleisten können. Generell sei die Lockerung für Einzelhändler mit Geschäften bis zu 800 qm Größe „ein tolles und wichtiges Signal“, so Rutenhofer.

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„Für das Kreuzviertel ist es einfach schön, dass es wieder Belebung gibt. Ich hoffe nur, dass alle auch vernünftig bleiben und Abstand halten. Aber das kann auch man mit Abstandhaltern regeln“, sagt Ute Kersting, die Vorsitzende der Aktions- und Interessengemeinschaft Kreuzviertel.

IHK äußert auch Kritik

Stefan Schreiber, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Dortmund, äußert sich zur Bund-Länder-Einigung nicht nur positiv:

„Sicher ist es richtig, mit dem Handel zu beginnen. Die notwendige Einhaltung der Schutz- und Hygienemaßnahmen lässt sich aber nicht an der Zahl der Quadratmeter oder am Sortiment festmachen“, so Schreiber.

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Und weiter führt er aus: „Auch in größeren Handelsunternehmen können mit baulichen Vorkehrungen wirksame Schutz- und Hygienemaßnahmen umgesetzt werden. Gerade die größeren Handelsunternehmen bilden oft den zentralen Motor für die Innenstädte, ohne die der Handel dort nicht funktionieren wird.“

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