Im Dortmunder Norden (hier die Münsterstraße) ist die Zahl der Corona-Fälle zuletzt langsamer gestiegen. Dennoch treten die meisten neuen Fälle dort auf. © Oliver Schaper (Archivbild)
Stadtbezirks-Auswertung

Corona-Neuinfektionen in der Nordstadt gehen deutlich zurück

Seit Mitte Dezember wurden in Dortmund über 4000 neue Corona-Fälle nachgewiesen. Ihre Verteilung auf die Stadtteile zeigt einiges Positive. Eine Entwicklung im Süden gibt jedoch Anlass zur Sorge.

In fast allen Dortmunder Stadtbezirken hat die Zahl der insgesamt nachgewiesenen Corona-Fälle mittlerweile die 1000er-Marke überschritten. Das geht aus einer monatlichen Auswertung der Stadtverwaltung hervor. Die Zahlen der Neuinfektionen haben sich innerhalb der Stadt unterschiedlich entwickelt.

Die Stadtbezirke mit den meisten nachgewiesenen Corona-Fällen seit März bleiben die Nordstadt, Eving und die Innenstadt-West. Bei der Betrachtung der nachgewiesenen Fälle seit März pro 100 Einwohner heben sich weiterhin die Nordstadt (4,1), Eving (3,7) und nachgeordnet Huckarde (3,1) hervor.

Die Neuinfektionen pro 100 Einwohner im aktuellen Berichtszeitraum (15. Dezember bis 13. Januar) sind in Eving (0,87), Scharnhorst (0,84) und der Nordstadt (0,74) am höchsten; in Hombruch (0,53), Aplerbeck (0,62) und Hörde (0,62) am niedrigsten. Auch darin zeigt sich das bereits bekannte Muster, nach dem der Norden weniger gut durch die Pandemie kommt als der Süden.

Trends lassen sich jedoch bei der Betrachtung der Veränderung der Zahl der Neuinfektionen im Vergleich zum vorherigen Berichtszeitraum entdecken.

Neuinfektionen fast im gesamten Westen rückläufig, im Süden hingegen steigend

Bei den drei westlichen Stadtbezirken Huckarde, Lütgendortmund und Mengede ist die Zahl der Neuinfektionen nur in Mengede gestiegen (um +17% auf 268). In Huckarde (-27,8%, 262) und Lütgendortmund (-27,3%, 320) gab es von Mitte Dezember bis Mitte Januar wesentlich weniger Neuinfektionen als von Mitte November bis Mitte Dezember. Auch in der Innenstadt-West sind die Neuinfektionen zurückgegangen (-9,8%, 349). Im Westen ist die Gesamtzahl der nachgewiesenen Fälle also langsamer angestiegen als zuvor.

In den drei südlichen Stadtbezirken Aplerbeck, Hörde und Hombruch gab es dagegen von Mitte Dezember bis Mitte Januar mehr Neuinfektionen als von Mitte November bis Mitte Dezember. Hier ist die Zahl der insgesamt nachgewiesenen Fälle also schneller angestiegen als zuvor.

In Hombruch ist die Zahl der Neuinfektionen nur moderat gestiegen (um +2,4% auf 302), in Hörde stärker (+10,1%, 349). Am deutlichsten war der Zuwachs bei den Neuinfektionen in Aplerbeck, dort gab es knapp ein Drittel mehr nachgewiesene Neuinfektionen (+32,4%, 347) als im vorherigen Zeitraum.

Aplerbeck bleibt dennoch der Stadtbezirk mit den bisher wenigsten nachgewiesenen Corona-Fällen (998) – und der einzige, in dem diese Kennzahl nicht die 1000er-Marke überschritten hat.

Gute Entwicklung auch im Dortmunder Norden

Im Dortmunder Norden ist vor allem in der Nordstadt ein deutlicher Rückgang der Neuinfektionen zu sehen. Von Mitte November bis Mitte Dezember gab es dort noch 628 nachgewiesene Neuinfektionen. Der aktuelle Bericht verzeichnet nur noch 441 Neuinfektionen – ein Rückgang um knapp ein Drittel (-29,8%).

Auch in Eving hat sich die Zahl der Neuinfektionen verbessert (um -20,1% auf 334).

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Redaktion Dortmund
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Bastian Pietsch