Corona-Pandemie: Dortmund bittet Bundeswehr um Hilfe

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Im Kampf gegen Corona soll die Bundeswehr Dortmund helfen, die Kontakte von positiv Getesteten nachzuverfolgen.

Dortmund

, 14.10.2020, 16:19 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Stadt hat einen entsprechenden Hilfeleistungsantrag an die Bundeswehr gestellt. 40 Soldaten und Soldatinnen sollen das Gesundheitsamt bei der Kontaktnachverfolgung unterstützen.

Wie Stadtsprecherin Anke Widow am Mittwoch (14.10.) bestätigte, werden aktuell die Voraussetzungen für die Mitarbeit der Soldaten geschaffen. Bereits am Dienstag habe eine Abordnung der Bundeswehr die Räumlichkeiten in Augenschein genommen.

Zu den Voraussetzungen zähle neben den Räumen die technische Infrastruktur wie Telefon und Computer. „Außerdem müssen die Soldatinnen und Soldaten geschult werden“, sagte Widow.

Start in der nächsten Woche

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums will die Bundeswehr Kommunen auf deren Bitte mit bis zu 15.000 Soldatinnen und Soldaten bei der Bekämpfung der Pandemie unterstützen. Die Männer und Frauen sollen bei einem Hilferuf binnen 12 bis 72 Stunden einsatzbereit sein.

„Es ist gut, dass es dieses Angebot gibt“, sagte Widow. Die Stadt sei dankbar, dass die Umsetzung so schnell gehe. In der nächsten Woche sollen die Bundeswehr-Angehörigen ihre Arbeit aufnehmen.

Sieben bis zehn Kontakte pro Fall

Lange habe die Stadt ihr ursprüngliches Ziel einhalten können, jeden Kontakt noch am selben Tag nachzuverfolgen. Doch angesichts der inzwischen deutlich gestiegenen Zahlen schaffe das Gesundheitsamt das nicht mehr, so die Stadtsprecherin.

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Das Gesundheitsamt rechne mit sieben bis zehn Kontakten, die es pro Fall nachzuverfolgen gebe. Dabei müssten die Mitarbeiter nach dem Gesundheitszustand der Kontaktpersonen fragen sowie nach deren weiteren Kontakten und gegebenenfalls eine Quarantäne verordnen.

Am Mittwoch (14.10.) meldete die Stadt 77 neue positiv Getestete, die höchste Zahl an einem Tag in Dortmund nach Ausbruch der Pandemie,

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