Corona: Behelfs-Krankenhaus mit hunderten Plätzen soll in Dortmund entstehen

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Die Stadt Dortmund rüstet sich für weiter steigende Corona-Fallzahlen und Krankenhaus-Patienten. Auch Pläne für ein Behelfskrankenhaus werden nun wieder aktuell.

Dortmund

, 02.11.2020, 15:25 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nicht nur die Zahl der Corona-Infizierten in Dortmund steigt, auch die Zahl der Menschen, die mit Covid-Patienten in Dortmunder Krankenhäusern behandelt werden. 118 Covid-Patienten gibt es aktuell in Dortmunder Krankenhäusern, 22 davon liegen auf der Intensivstation, 17 müssen beatmet werden, berichtete die Leiterin des städtischen Krisenstabs, Birgit Zoerner, am Montag (2.11.) bei einer Pressekonferenz der Stadt.

800 Betten sind bislang für Covid-Patienten vorgesehen, davon 200 auf Intensivstationen und 100 mit Beatmung. Aktuell werde die Zahl der Krankenhausbetten neu erfasst, erklärte Gesundheitsamtsleiter Dr. Frank Renken.

Die Frage ist, wie viele Krankenhausbetten man für Covid-Patienten braucht, wenn die Zahlen weiter dramatisch steigen.

Im März hatte man auf Geheiß des Landes für einen solchen Fall auch sogenannte Behelfskrankenhäuser vorgesehen. Dazu gehörte etwa die Reha-Klinik am Rombergpark. Es waren aber auch schon Pläne für ein Behelfskrankenhaus in den Westfalenhallen geschmiedet worden.

Konzept wird wieder hervorgeholt

Ein erstes Konzept dazu verschwand in einem frühen Planungsstadium in der Schublade, weil sich die Corona-Lage entspannte und Dortmund auch - anders als jetzt - nur sehr niedrige Fallzahlen hatte.

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Jetzt aber hat sich die Stadt dazu entschieden, die Planungen wieder aufzunehmen und erste Aufträge dazu zu vergeben, erklärte Birgit Zoerner auf Anfrage. „Wir werden die Planungen unter neuen Bedingungen weiter vorantreiben“, kündigte die Dezernentin an.

Auch diese erweiterten Planungen könnten zu einem späteren Zeitpunkt genutzt werden, wenn sie nun nicht aktuell gebraucht werden sollten.

Inklusive der Behelfskrankenhäuser könnte die Kapazität für Covid-Patienten so auf bis zu 1800 Betten hochgefahren werden. Doch es droht ein neuer Engpass.

Beatmungsgeräte seien inzwischen zwar ausreichend vorhanden, erklärte Renken. Was knapp sei, seien allerdings Ärzte und Pflegepersonal. Schon um mehr als 200 Covid-Patienten zu versorgen, müsste Personal aus anderen Bereichen abgezogen werden.

„Für die Kliniken ist der Arbeitsmarkt leer“, stellte Renken fest. Wenn Behelfskrankenhäuser nötig würden, müssten dazu Freiwillige herangezogen werden, etwa Pflegepersonal im Ruhestand oder Mitarbeiter von Wohlfahrtsverbänden.

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