Coronavirus sorgt für unerwünschte Premiere: Lütgendortmunder feiern Dorffest im Sommer

rnCoronavirus

Das Coronavirus kippt das 36. Lütgendortmunder Dorffest. Die gute Nachricht: Es gibt einen neuen Termin – aber der ist unpopulär.

Lütgendortmund

, 18.03.2020, 17:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Reinhard Sack ist Routinier durch und durch. Unzählige Feste, Benefiz-Veranstaltungen und Konzerte hat der Vorsitzende der Interessengemeinschaft Lütgendortmunder Vereine und Verbände (IGLVV) schon auf die Beine gestellt.

Doch das Coronavirus stellt den 72-Jährigen vor eine ganz neue Herausforderung: Erstmals in der Geschichte des Lütgendortmunder Dorffests musste der Termin der beliebten Open-Air-Veranstaltung kurzfristig gecancelt werden. Die gute Nachricht: „Wir lassen das Dorffest nicht ausfallen, sondern verschieben es“, berichtet Reinhard Sack auf Anfrage dieser Redaktion.

Auch das Ortsjubiläum „870 Jahre Lütgendortmund“ wird später gefeiert

Eigentlich sollte das 36. Lütgendortmunder Dorffest vom 7. bis 10. Mai 2020 zusammen mit dem Ortsjubiläum „870 Jahre Lütgendortmund“ rund um den Heinrich-Sondermann-Platz gefeiert werden. Mit einem Mittelalter- und Handwerkermarkt, mit Live-Musik auf der Bühne, Feuershows, einem Festumzug und vielem mehr.

Die Verlegung des Dorffestes in den Sommer ist für Reinhard Sack und sein Team ein großer organisatorischer Aufwand.

Die Verlegung des Dorffestes in den Sommer ist für Reinhard Sack und sein Team ein großer organisatorischer Aufwand. © Uwe von Schirp

Seit Dienstagabend (17.3.) steht fest: Das 36. Lütgendortmunder Dorffest samt Ortsjubiläum wird in den Sommer geschoben. „Wir mussten handeln und konnten nicht einfach darauf vertrauen, dass Ende April wieder alles gut ist“, sagt Reinhard Sack.

Der neue Termin für das Dorffest ist der 3. bis 5. Juli

Gemeinsam mit der Brauerei, der Lenkungsgruppe des Stadtbezirksmarketings und Bezirksbürgermeister Heiko Brankamp habe man sich auf den 3. bis 5. Juli geeinigt. „Den Donnerstag mussten wir leider streichen.“

Die Freunde und Musikgruppen aus Neuburg an der Donau und Holland seien bereits über den neuen Termin informiert. „Sie können zum Glück.“ Wenn alle Musikgruppen wie geplant kommen, werden es rund 160 Gäste sein, so Sack.

Nun hofft Reinhard Sack, dass auch viele örtliche Vereine mitten in den Sommerferien mit von der Partie sein können und dass es bei den 18 Zusagen für den Mittelaltermarkt bleiben wird. Wegen der Ferien könnten die Schulen leider nicht mitwirken.

Jetzt lesen

„Einen anderen Termin konnten wir nicht finden. Wir sind ja darauf angewiesen, dass uns die Brauerei ihr Equipment zur Verfügung stellen kann. Auch der Bühnenaufbau muss gesichert sein“, so Sack. Ein Termin erst im September oder Oktober sei nicht möglich gewesen. „Da gehen alle rein.“

Hotelzimmer und Busse müssen umgebucht werden

Für Reinhard Sack und sein Team gibt es jetzt viel zu tun, quasi fangen sie wieder bei Null an: Sie müssen alle Akteure und Mitwirkenden über den neuen Termin informieren, gegebenenfalls Ersatz finden sowie Hotelzimmer und Busse umbuchen.

Jetzt lesen

Und nicht zuletzt gilt kollektives Daumendrücken, dass bis zum Sommer die Corona-Krise überwunden ist und alle gesund und munter das 36. Dorffest und „870 Jahre Lütgendortmund“ feiern können.

Lesen Sie jetzt