Einsame Trauung wegen Coronavirus: Dortmunder Brautpaar darf nur alleine ins Standesamt

Coronavirus

Das Coronavirus durchkreuzt sämtliche Hochzeitspläne von Ronja Sbosny und Sebastian Fleuter aus Dortmund. Nach der Absage ihrer kirchlichen Trauung erreichte sie nun die nächste Enttäuschung.

Marten

, 28.03.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ronja Sbosny und Sebastian Fleuter tragen die Enttäuschungen rund um ihre Hochzeit mit Fassung.

Ronja Sbosny und Sebastian Fleuter erleben herbe Enttäuschungen rund um ihre Hochzeit. © privat

Für einen Moment wollten sie alles abblasen. Zu viele Rückschläge mussten Ronja Sbosny (29) und Sebastian Fleuter (32) aus Marten in der letzten Zeit verkraften.

Erst vor wenigen Tagen wurde die kirchliche Trauung des jungen Paares am 17. April wegen des Coronavirus abgesagt. Das war der zweite große Schock.

Den ersten erlebten Ronja Sbosny und Sebastian Fleuter im Dezember 2019: „Damals erfuhren wir, dass wir wegen eines Holzwurmbefalls nicht in der Kapelle Wischlingen heiraten können. Das war eine riesige Enttäuschung“, erzählt die 29-Jährige.

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Und nun das: Per Mail teilte die Stadt den Verlobten mit, dass ihre standesamtliche Trauung am 14. April im Alten Rathaus zwar stattfinden wird, sie aber nur alleine kommen dürfen. Grund ist das seit dem 23. März geltende Kontaktverbot, das auch die Dortmunder Bürgerdienste umsetzen müssen.

Zukünftige Braut konnte Tränen nicht zurückhalten

Bislang war Ronja Sbosny tapfer, doch bei dieser Nachricht habe sie ihre Tränen nicht mehr zurückhalten können. Eine Trauung ohne Elten und Trauzeugen, diese Vorstellung habe sie umgehauen. „Mein Verlobter und ich haben dann lange geredet und uns schließlich für die Trauung entschieden.“

Denn das Datum, so die zukünftige Braut, habe eine besondere Bedeutung: Es ist der Geburtstag ihrer lieben, aber bereits verstorbenen Oma.

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