Wenig Interesse an Sonderimpfaktion in Dortmund- jetzt dürfen alle kommen

Corona-Schutzimpfung

Die Resonanz auf die erneute Sonderimpfaktion in der Dortmunder Nordstadt an diesem Wochenende (17./18.7) ist bisher schwach. Jetzt soll die Impfung für alle möglich sein, die wollen.

Dortmund

, 17.07.2021, 17:35 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Sonderimpfaktion am 17.7. vor dem Sozialen Zentrum in der Nordstadt stößt bislang auf nur wenig Interesse.

Die Sonderimpfaktion am 17.7. vor dem Sozialen Zentrum in der Nordstadt stößt bislang auf nur wenig Interesse. © Oliver Schaper

Immer wieder versucht die Stadt, mit Sonderimpfaktionen möglichst viele Bewohner der Nordstadt für die Immunisierung gegen Corona zu gewinnen – auch an diesem Wochenende. Doch die Resonanz am Samstag (17.7.) ist schwach.

An diesem Wochenende (17./18.7.) gibt es im Sozialen Zentrum 1500 Impfdosen für eine Einmal-Impfung mit Johnson & Johnson zu verteilen. Doch dort, wo die Menschen bei der ersten Impfaktion dieser Art vom 4. bis 6. Juni vor dem Sozialen Zentrum in der Westhoffstraße bis zu sechs Stunden Schlange gestanden haben, um sich die begehrte Spritze geben zu lassen, gab es dieses Mal nur wenig Nachfrage.

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Um 12 Uhr standen die Impfteams bereit, aber draußen herrschte gähnende Leere, stellte ein Reporter dieser Redaktion fest. Und auch um 15 Uhr war nicht viel los, während zum Beispiel auf der benachbarten Münsterstraße bei schönem Wetter das Leben tobte. Dabei hatte die Stadt wie bei den Aktionen zuvor Werbung gemacht, unter anderem mit Hauswurfsendungen.

Nur bestimmte Nordstadt-Bewohner berechtigt

Die Sonderimpfaktion war zunächst – wie die vorangegangenen – explizit an Bewohner und Bewohnerinnen der Nordstadt gerichtet. Impfwillige müssen mit Ausweisen oder einer Wohnungsgeberbescheinigung nachweisen, dass sie in den

Stadtteilen Westfalenhütte, Borsigplatz, Nordmarkt-Ost, -West, -Süd, -Südost, Hafen oder Hafen-Süd beziehungsweise -Südost wohnen.

Das schränkt den Kreis der Impfwilligen offenbar zu sehr ein. Die Stadt hat jetzt reagiert und die Beschränkung des Impfangebotes auf die Bewohner der Nordstadt aufgehoben.

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„Aufgrund der zwar kontinuierlichen, doch insgesamt zurückhaltenden Nachfrage und des noch ausreichend zur Verfügung stehenden Impfstoffs gilt das Impfangebot der Aktion am morgigen Sonntag für alle Dortmunder Bürger und Bürgerinnen“, teilte die Stadtverwaltung am Samstag per Pressemitteilung mit. Die Impfaktion läuft von 8 bis 17 Uhr.

Lautsprecherdurchsagen im Stadtteil

Zurzeit bewerben Teams von Feuerwehr und Stadtverwaltung die Aktion mit mehrsprachigen Lautsprecherdurchsagen und direkten Ansprachen der Bürger und Bürgerinnen im Stadtteil.

Mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson ist nur eine Impfung erforderlich. Eine ärztliche Beratung gibt es vor Ort. Es sind keine Krankenversicherung und kein Termin erforderlich. Die Impfung ist kostenlos.

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