Coronavirus in Dortmund: Kunden müssen Schlange vor Kreuzviertel-Geschäften stehen

rnSicherheitsvorkehrungen

Im Kreuzviertel standen am Freitagnachmittag Menschen Schlange vor den Türen zweier Geschäfte. Die Apotheke und der Bio-Markt haben ihre Konsequenzen aus der Corona-Krise gezogen.

Dortmund

, 20.03.2020, 18:24 Uhr / Lesedauer: 1 min

Es war ein ungewohntes Bild, das sich am Freitagnachmittag links und rechts der Lindemannstraße kurz vor der Möllerbrücke bot - aber eines, an das man sich in den kommenden Wochen wohl gewöhnen muss: Menschen standen in luftigen Schlangen vor dem Bio-Markt auf der einen und der Apotheke auf der anderen Seite der Straße.

Beide Geschäfte haben den Zugang zu ihren Räumen rigoros beschränkt: Denn‘s-Biomarkt lässt nur noch 25 Kunden gleichzeitig rein, die Lindemann-Apotheke sogar nur einen Gast auf einmal, um so eine Verbreitung des Coronavirus zu erschweren.

„Mir wurde das zu bunt, als hier eines Morgens sechs Menschen auf einmal reinstürzten“, begründet Apotheken-Inhaber Helmut Lehmann den Schritt. Seitdem warten seine Kunden vor der Tür, bis sie dran sind. „Das wird gut angenommen“, sagt der Apotheker.

Auch vor dem Bio-Markt an der Lindemannstraße bildete sich wegen der Coronavirus-Kundenbegrenzung eine Schlange.

Auch vor dem Bio-Markt an der Lindemannstraße bildete sich wegen der Coronavirus-Kundenbegrenzung eine Schlange. © Thomas Thiel

Gleiches hört man auf der anderen Straßenseite: „Die Leute warten geduldig“, meint die Markt-Mitarbeiterin, die am Eingang den Zugang kontrolliert.

Den Eindruck bestätigt auch ein älterer Herr in der Schlange: Er findet es „ungewöhnlich“, aber nicht weiter schlimm, obwohl er nur eine Flasche Wein zum Kochen braucht. Hamsterkäufe lehnt er aus Prinzip ab, er mache bei der Panik nicht mit: „Ich kaufe auch extra kein Klopapier. Wenn mir das ausgeht, nehme ich einfach Zeitungspapier.“

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