Mit diesem eindrücklichen Foto und einem dringenden Appell stemmt sich das Balou gegen Corona

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Das Coronavirus macht auch vor den Kulturzentren in Dortmund nicht Halt. Die Einrichtung Balou im Osten der Stadt kämpft ums Überleben – und richtet sich nun an ihre Kursteilnehmer.

Brackel

, 20.03.2020, 14:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Verwaiste Kursräume, das Café Balou ist menschenleer, und auch auf dem Spielplatz vor dem Haus wird das Karussell nur durch den Wind angetrieben: Die Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus haben auch das Leben im Kultur- und Bildungszentrum Balou an der Oberdorfstraße 23 lahmgelegt.

„Eine enorme Herausforderung für unser Haus“

„Das ist eine enorme Herausforderung für unser Haus – sowohl aus organisatorischer als auch finanzieller Sicht“, sagt Balou-Vorstandsvorsitzender Dr. Rudolf Preuss. „Wir arbeiten jedoch mit Hochdruck daran, auch zukünftig die Existenz unserer vielen Honorarkräfte, Selbständigen und Mitarbeiter zu sichern und weiterhin ein Dreh- und Angelpunkt kulturellen Lebens sein zu können.“

Damit das auch gelingen könne, werde für das Büro-Team Kurzarbeitergeld beantragt, Home-Office-Plätze seien eingerichtet worden und Teile der Belegschaft verzichten auf Gehalt und Honorar. Trotz der finanziellen Einbußen im hohen vierstelligen Bereich, die bereits jetzt auf dem Verein lasten, zeige sich der balou e.V. solidarisch gegenüber seinen zum Großteil selbständigen 80 Kursleitern und zahle ihnen freiwillig das gesamte Honorar aus – ungeachtet der aufgrund der Corona-Krise entfallenen Kurseinheiten.

„Wir wollen mit gutem Beispiel vorangehen“

„Damit wollen wir mit gutem Beispiel vorangehen und zeigen, dass es richtig und vor allem wichtig ist, besonders in Krisenzeiten zusammenzustehen und all diejenigen zu unterstützen, die es besonders hart trifft“, so Preuss. Zugleich sei dieser Akt der Solidarität auch ein klarer Aufruf zur Nachahmung.

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„Wenn jeder unserer Teilnehmer auf eventuelle Rückerstattungen entfallener Kurseinheiten verzichtet und sich ungeachtet der unsicheren Situation auch für das kommende Trimester anmeldet, ist das schon eine enorme Unterstützung zur Sicherung unseres weiteren Bestehens als Kulturzentrum“, so Preuss.

Balou hat ein Spendenkonto eingerichtet

Das Balou hat ein Spendenkonto zum Fortbestand des Kultur- und Bildungszentrums eingerichtet: Unter dem Stichwort „Spende Corona“, Spendenkonto: DE59 4405 0199 0311 0042 47, ist eine direkte Spende möglich.

Alle Informationen zur aktuellen Spendenaktion des Vereins sowie eine Videoansprache von Dr. Rudolf Preuss findet sich auf der Webseite der Einrichtung unter www.balou-dortmund.de.

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Kontakt: Rückfragen können telefonisch unter Tel. (0231) 99773630, montags bis freitags zwischen 9 und 12 Uhr, an die Mitarbeiter des Balou gerichtet werden.
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