Schutzhandschuhe am Straßenrand – Entsorgung ist kein Kavaliersdelikt

Coronavirus

An mehreren Tagen lagen in Netter Straßen Latexhandschuhe in Ablaufrinnen am Straßenrand. Was Leute zu dieser Art der Entsorgung treibt, ist fragwürdig. Es ist zumindest kein „Kavaliersdelikt“.

Nette

, 31.03.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Einer von vielen Latexhandschuhen, die Unbekannte illegal am Straßenrand in Nette entsorgt haben.

Einer von vielen Latexhandschuhen, die Unbekannte illegal am Straßenrand entsorgt haben. © Jürgen Utecht

Als Jürgen Utecht am Samstag von einer Radtour zurück nach Obernette fuhr, traute er seinen Augen nicht. Auf mehreren Straßen im Süden Nettes lagen Schutzhandschuhe aus Latex in der Ablaufrinne am Straßenrand: in der Erdmannstraße, Mergelkuhle, Mengeder und Bodelschwigher Straße.

In den Wohnstraßen waren die Handschuhe am Montagnachmittag verschwunden. „Hat wohl jemand aufgehoben“, mutmaßt der Bezirksvertreter (Grüne). Aber an der Bodelschwingher Straße fand Jürgen Utecht gleich eine Reihe weiterer Handschuhe und Papiertücher – zwischen Obernetter Straße und Trafohäuschen. Die Vermutung liegt nahe, dass Fahrgäste der U47 sie weggeworfen haben. Die Haltestelle Obernette liegt in unmittelbarer Nähe.

Auf dem Bahnsteig stehen Mülleimer

„Unglaublich, wie gedankenlos manche Mitmenschen in dieser Zeit handeln“, ärgert sich der Obernetter. „Nichts gegen Schutz vor Infektionen, aber Tücher und Handschuhe bitte nach der Benutzung in die Mülltonnen und nicht in die Landschaft.“ Schließlich sei es doch problemlos möglich, die Handschuhe in den Mülleimer auf dem Bahnsteig zu werfen.

Auf Anfrage dieser Redaktion erklärt Stadtsprecher Maximilian Löchter, dass es sich bei der illegalen Entsorung um eine Ordnungswidrigkeit nach dem Abfallrecht handelt. „Die wäre zunächst mit einem Ordnungsgeld von 50 Euro zu ahnden.“

Lesen Sie jetzt