Ansteckungsgefahr: Auch Orang-Utans könnten Corona kriegen

Zoo Dortmund schließt Regenwaldhaus

Noch ist unbekannt, welche Tiere der Coronavirus befallen kann. Der Zoo befürchtet, Orang-Utans könnten sich anstecken. Und hat gleich die nötigen Maßnahmen ergriffen.

von Joshua Schmitz

Dortmund

, 13.03.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Orang-Utans könnten auch gefährdet sein, sich mit dem Coronavirus anzustecken.

Orang-Utans könnten auch gefährdet sein, sich mit dem Coronavirus anzustecken. © Roland Weihrauch/dpa

Wie der Zoo Dortmund am Freitag (13. März) mitteilte, ist das Regenwaldhaus ab sofort bis auf Weiteres geschlossen. Dort leben unter anderem mehrere Orang-Utans.

Bislang ist nicht bekannt, ob sich die Tiere mit dem Coronavirus infizieren können. Da die Besucher im Regenwaldhaus relativ nah an die Tiere kommen, soll die Schließung potenzielle Ansteckungen verhindern.

Live Programm vorerst abgesagt

Ebenso sind die öffentlichen Tierpfleger-Sprechstunden, sowie die Tierfütterungen im Zoo bis auf Weiteres abgesagt.

Die Orang Utans gelten dem Menschen als besonders ähnlich. Daher arbeitet der Zoo Dortmund in der medizinischen Versorgung der Tiere eng mit dem Klinikum Dortmund zusammen. So werden in manchen Fällen auch Ärzte, die sonst nur Menschen behandeln, zu Rate gezogen. Auch greift der Zoo auf die Infrastruktur und die medizinischen Gerätschaften im Klinikum zurück.

2017 musste zum Beispiel bei Orang-Utan-Weibchen Suma ein Kaiserschnitt vorgenommen werden. Der Geburtsvorgang war zum Stillstand gekommen. Damals arbeiteten die Zootierärztin und ein Gynäkologe des Klinikums eng zusammen, damit die Sache gut ausgehen konnte.

Was bei den Orangs im Falle einer Coronavirusinfektion zu tun ist, bleibt abzuwarten.

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