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„Dann können wir ganze Stadtviertel schließen“

Kritik an geplantem Park-Konzept

Schluss mit Gehweg-Parken, mehr Platz für Fußgänger und breitere Parkbuchten für SUV-Fahrzeuge - diese Wünsche des städtischen Beirats für Nahmobilität will das Tiefbauamt jetzt in die Tat umsetzen. Doch es gibt Gegenwind aus der Politik. Zwei Bezirksbürgermeister sagen große Probleme in der Innenstadt voraus.

DORTMUND

, 28.12.2017 / Lesedauer: 2 min
„Dann können wir ganze Stadtviertel schließen“

Das städtische Tiefbauamt will das Parken in der Chemnitzer Straße neu ordnen. Das sorgt für Widerspruch. © Stephan Schuetze

Für schlicht unrealistisch der Bezirksbürgermeister der Innenstadt-Ost Udo Dammer das Vorhaben. „Wenn das umgesetzt werden soll, können wir ganze Stadtviertel schließen“, fürchtet der SPD-Politiker und kündigt in einem Interview mit unserer Zeitung an: „Das lassen wir so nicht durchgehen.“

„Wenn der Rat das so beschließt, werden wir im Kreuzviertel und auch anderswo große Probleme bekommen. Breitere Bürgersteige heißt automatisch weniger Parken“, prophezeit auch der Bezirksbürgermeister der Innenstadt-West, Friedrich Fuß (Grüne).

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Dammer lehnt ebenfalls die Überlegung im Tiefbauamt ab, die Chemnitzer Straße zwischen Hohe Straße und Bundesstraße1 zur „Versuchsstrecke“ für das Park- und Gehweg-Konzept zu machen. Man könne die Anwohner dort nicht als Versuchskaninchen behandeln, kritisiert Dammer.

Als schwierig umzusetzen sieht er die Vorgabe der Feuerwehr an, bei Baustellen eine Möglichkeit zum Anleitern als zweiten Rettungsweg zu garantieren. „Der zweite Rettungsweg kann im bebauten Innenstadtbereich Probleme auslösen, wenn man das wörtlich durchsetzt“, erklärt Dammer. „Ich habe den Eindruck, dass Dortmund hier sehr preußisch ist. Es handelt sich um eine Landesverordnung, aber die umliegenden Städte sehen das gelassener.“

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