Darum gibt es jetzt doch wieder Hoffnung auf ein Schützenheim mit Schießstand

rnBürgertreff in Kley

Den Schock über das Aus für ihr Vereinsheim haben die Oespel-Kleyer Schützen noch gar nicht richtig verdaut. Jetzt müssen sie sich gefühlsmäßig wieder umstellen. Denn es gibt neue Hoffnung.

Kley, Oespel

, 09.10.2019, 21:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dieses Thema hat schon so viele Kapitel geschrieben wie kaum ein anderes im Dortmunder Westen in den vergangenen Jahren. Werden aus der ehemaligen Kleyer Grundschule nun ein Schützenheim und Bürgertreff oder nicht? Mal gab es grünes Licht, dann wieder die Rote Karte - und so ging das eine ganze Weile hin und her.

Mitte September schienen alle Hoffnungen begraben. Stadtdirektor Jörg Stüdemann teilte der Bezirksvertretung Lütgendortmund in einem Schreiben mit, dass die Oespel-Kleyer Schützen den Pavillon auf dem ehemaligen Schulgelände keinesfalls als Vereinsheim nutzen dürften.

Der Grund: Die Jugendverwaltung lehne die räumliche Nähe einer Kindertagesstätte, die ebenfalls auf dem Areal geplant ist, strikt ab. Diese Nachricht war auch für die Befürworter des schon lange gewünschten Kleyer Bürgertreffs im selben Gebäude ein Schlag ins Gesicht: Denn ohne BSV als Ankermieter ist dieser Plan nicht realisierbar. Auch der neu gegründete Heimatverein Oespel-Kley ist maßlos enttäuscht und fühlt sich von der Stadt verschaukelt.

Schul- und Jugenddezernentin zeigt sich gesprächsbereit

Seit der Oktober-Sitzung der Bezirksvertretung Lütgendortmund gibt es nun aber wieder berechtigte Hoffnung, dass die Schützen doch endlich ein neues Domizil am gewünschten Standort finden werden – und damit auch die Kleyer ihren Bürgertreff bekommen.

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Denn Grünen-Bezirksvertreter Frank Meyer berichtete von einem Telefonat mit der Schul- und Jugenddezernentin Daniela Schneckenburger (Grüne). Sie sei in dieser Sache sehr aufgeschlossen gewesen und habe die Bezirksvertretung Lütgendortmund aufgefordert, einen neuen Antrag für das Schützenheim und den Bürgertreff zu stellen. Voraussetzung sei, dass darin die befürchteten Konflikte ausgeschlossen würden – also vor allem eine zeitliche Überschneidung von Kita- und Schießstand-Betrieb.

„Das klingt ja nach einem Wunder“

„Das klingt ja nach einem Wunder“, sagte Erika Wehde (SPD), die der Bezirksvertretung zuvor einen Prüfantrag in Sachen Schützenheim vorgeschlagen hatte. „Die Entscheidung der Jugendverwaltung ist nicht nachvollziehbar. Hier würde es doch nur eine räumliche, aber keine zeitliche Nähe geben. Kita und Schützen haben doch ganz andere Betriebszeiten. Außerdem wird nicht im Freien geschossen.“

Mehr Überzeugungsarbeit bedurfte es nicht: Das Gremium votierte einstimmig für den Prüfantrag.

Ein O-Ton von Daniela Schneckenburger hätte allen Beteiligten sicherlich gut getan. Doch ein angefragtes Statement der Dezernentin zum Thema lag bis Redaktionsschluss nicht vor.

Der Artikel wurde am 11. Oktober um Folgendes ergänzt:

Auf unsere Anfrage gibt es kein persönliches Statement von Daniela Schneckenburger, sondern eine Mitteilung aus der Pressestelle: „Stand der Dinge ist, dass sich alle beteiligten Fachämter noch einmal zusammensetzen werden, um zu einer Lösung zu kommen, die für alle tragbar ist“, schreibt Stadtsprecherin Anke Widow.

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