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Darum gilt am Rombergpark Tempo 60

B54

Dass Autofahrer auf der B54 in Höhe des Rombergparks nur 60 statt 100 km/h fahren dürfen, hat kurioserweise mit dem geplanten Bau einer Radfahrer- und Fußgängerbrücke von Phoenix-West zum Rombergpark zu tun. Wir verraten, warum und wie lange das Tempolimit noch gilt.

BRÜNNINGHAUSEN

, 01.02.2017 / Lesedauer: 2 min
Darum gilt am Rombergpark Tempo 60

Vom Rand der B 54 aus wird Wasser in den Untergrund gepumpt, um Hohlräume zu finden. Die werden dann anschließend mit einem besonderen Zementgemisch aufgefüllt.

Bei den Untersuchungen stieß man auf Bergbaurelikte und stellte fest, dass die B54 am Rombergpark gewissermaßen auf Kohle gebaut ist. „Das ist das Flöz Caroline“, erklärt nun Sebastian Kiewitt. Im Bereich des Botanischen Gartens Rombergpark förderte einst die Zeche Glückaufsegen. Am Ostrand des Parks wurde die oberflächennahe Kohle in Notzeiten aber offensichtlich auch illegal abgebaut – was natürlich in keinen Karten verzeichnet ist. Jetzt ist man den Überresten auf der Spur.

Tempolimit als Vorsichtsmaßnahme

Auf städtischem Grund, am Rande des alten Gutshofs, hat man den Untergrund schon gesichert. Jetzt lässt der Landesbetrieb Straßen NRW auch den Untergrund der Bundesstraße 54 untersuchen – für die Autofahrer in Fahrtrichtung Süden spürbar in Form eines Tempolimits von 60 Stundenkilometern. „Eine Vorsichtsmaßnahme“, betont Kiewitt. Vom Rande der B 54 wird mit speziellem Bohrgerät Wasser in den Untergrund getrieben, um Hohlräume aufzuspüren. Das bisherige Ergebnis: Es gibt Bergbau-Spuren unter der Fahrbahn – „allerdings nicht so ausgedehnt wie befürchtet“, erklärt der Experte. Es seien keine großen Hohlräume, aber Lockerstellen aufgespürt worden, die nun verfüllt werden.

Zementgemisch wird in Untergrund gepresst

Aber auch die haben es in sich: Bis zu 10 Tonnen eines speziellen Zementgemischs werden pro Tag zunächst mit geringem Druck in den Untergrund gepresst. „Es härtet nach 28 Tagen aus und ist dann fast so fest wie Fels“, erläutert Kiewitt. „Das Material ist umweltverträglich, erosionsbeständig und lagestabil.“ Um Setzungen zu verhindern, wird später noch einmal mit Hochdruck nachgearbeitet.

Bis Ende März

Bis Ende März sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, hofft Kiewitt – vorausgesetzt das Wetter spielt mit. Denn bei strengem Frost kann nicht gearbeitet werden. Mit den Erkundungsarbeiten ist man fast durch, zurzeit wird der Untergrund unter dem linken Fahrstreifen der B54 untersucht. Das Tempolimit, schätzt der Experte, kann dann vielleicht schon bis Ende Februar aufgehoben werden.

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