Darum ging es am Donnerstag bei der Kundgebung vor der Katharinentreppe

Kundgebung

Passanten zwischen Hauptbahnhof und Katharinentreppe konnten die Kundgebung am Donnerstagnachmittag (11.7.) nicht übersehen. Darauf wollten die Organisatoren aufmerksam machen.

Dortmund

, 11.07.2019 / Lesedauer: 2 min
Darum ging es am Donnerstag bei der Kundgebung vor der Katharinentreppe

Eine Kundgebung vor der Katharinentreppe hat am Donnerstag viele neugierige Blicke auf sich gezogen. © Wilco Ruhland

Nicht zu übersehen, nicht zu überhören. Eine Kundgebung auf dem Platz vor der Katharinentreppe hat am Donnerstagnachmittag, 11. Juli, viele interessierte Blicke auf sich gezogen.

Mehrere Tafeln mit Plakaten teilten eine Hauptverkehrsader für Fußgänger in Dortmund - zwischen Hauptbahnhof und Katharinentreppe. Dazu Lautsprecher mit Stimmen, die nicht zu überhören waren.

Darum ging es am Donnerstag bei der Kundgebung vor der Katharinentreppe

Die Kundgebung galt dem Jahrestag des NSU-Prozesses. © Wilco Ruhland

Die Kundgebung ging aus vom Bündnis „Tag der Solidarität | Kein Schlussstrich Dortmund“. Am Jahrestag des sogenannten NSU-Urteils fordert das Bündnis die vollständige Aufklärung des NSU und seiner Verbrechen.

Ekin Genc, einer der Organisatoren, sagt: „Wir haben schon während des Prozesses festgestellt, dass das nicht in die richtige Richtung geht. Dabei wollen wir es nicht belassen. Nicht erst seit dem Fall Walter Lübcke sehen wir: Rechte morden weiter“, sagt Genc. Darauf sollte die Kundgebung aufmerksam machen.

Darum ging es am Donnerstag bei der Kundgebung vor der Katharinentreppe

Viele Leute blieben stehen. Schauten und kamen ins Gespräch. © Wilco Ruhland

Und das funktioniert: Bereits in der ersten halben Stunde nach Start der „Wanderausstellung“ blieben viele Leute stehen. Lasen was auf den Plakaten steht, lauschten den Stimmen der Angehörigen der Opfer der NSU über die Lautsprecher und kamen ins Gespräch.

Für Genc ist die Arbeit des Bündnisses damit noch nicht getan: „Wir müssen noch viel organisieren. Mittlerweile gibt es schon neue Generationen, die gar nicht mehr wissen, was der NSU ist“, sagt Genc.

Darum ging es am Donnerstag bei der Kundgebung vor der Katharinentreppe

Der Platz mitten vor der Katharinentreppe wurde durch Tafeln geteilt. © Wilco Ruhland

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