Darum wurden die U-Bahn-Tafeln wieder ausgebuddelt

DSW21

Seit April standen sie an mehreren Stellen in der City: digitale Anzeigen in der Nähe von U-Bahn-Stationen, die über die Abfahrten der nächsten Bahnen informieren. In der vergangenen Woche jedoch wurden fünf der von den Dortmunder Stadtwerken (DSW21) betriebenen "Vorankündiger" wieder ausgebuddelt. Warum? Wir erklären es.

DORTMUND

, 18.07.2017, 02:56 Uhr / Lesedauer: 1 min
Darum wurden die U-Bahn-Tafeln wieder ausgebuddelt

Im April wurden die digitalen Anzeigetafeln (l.) aufgestellt, hier am oberen Westenhellweg.

Eine Leserin schrieb der Redaktion am Montag per Mail, dass die neu installierten Anzeigen „eigentlich sehr praktisch“ seien. Sie frage sich, warum DSW21 diese nun wieder entfernt hat – und ob die Kosten dafür auf die Fahrpreise für Busse und Bahnen aufgeschlagen würden?

Die Antwort auf Frage zwei: Nein. Die Kosten für das Entfernen der Anzeigen und ihren nachfolgenden Wiederaufbau zahlt das von DSW auch ursprünglich beauftragte Unternehmen.

Woraus sich die Antwort auf Frage eins ergibt: Die Anzeigen, auf die DSW laut Unternehmenssprecherin Britta Heydenbluth „gute Rückmeldungen“ von Fahrgästen erhält, werden nicht entfernt. Also, nicht dauerhaft. Die fünf Anzeigen an den Standorten Westenhellweg/Petergasse, Weddepoth, Platz von Netanya, Ostenhellweg/Willy-Brandt-Platz und Kuckelke sollen bereits in der kommenden Woche wieder stehen.

Sorge um die Standsicherheit

Abgebaut wurden sie, sagt Heydenbluth, weil bei der endgültigen Abnahme Mängel festgestellt worden seien. Es hätte zwar kurz- und mittelfristig keine Sicherheitsprobleme gegeben, sagt die Sprecherin. „Aber langfristig wäre die Standsicherheit, gerade bei schlechtem Wetter, nicht gesichert gewesen.“

Die ausführende Baufirma habe den Beton für das Fundament der Anzeigen nicht in der Qualität geliefert, wie DSW sie bestellt habe. Christian Knoche, Geschäftsführer des Unternehmens aus Hagen, bestätigte das am Montag auf Anfrage. Seine Firma habe die von DSW per Ausschreibung geforderte DIN-Norm des Betons nicht erfüllt. „Das geht auf unsere Kappe“.

Kosten: 35.000 bis 40.000 Euro

Bis Ende Juli sollen die Masten mit den Anzeigen in neues Fundament gegossen werden und wieder stehen. Dokom 21 kümmert sich darum, dass die Technik danach wieder funktioniert. Auch für diese Arbeiten kommt die Hagener Firma auf, deren Chef mit Kosten von 35.000 bis 40.000 Euro rechnet. Dass die Anzeigen wieder abmontiert werden mussten, sei ärgerlich, sagt Heydenbluth. Der Ausfall halte sich zeitlich aber in Grenzen.

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