An zwei Dortmunder Standorten gibt es verschiedene Escape-Rooms mit unterschiedlichen Themen. © Justin Babilon
Escape Room

„Das ist für uns eine große Belastung“ – Escape-Room-Besitzer über 2G

Voraussichtlich wird bald auch in Escape-Rooms ein 2G-Nachweis nötig sein. Der Geschäftsführer der Dortmunder Anbieters „Key and Free“ beschreibt seine Bedenken zur angekündigten Regelung.

Auch in Betrieben wie Escape-Rooms könnte die 2G-Regelung bald gelten. Ob es so weit kommt, wird die Neufassung der Corona-Schutzverordnung für NRW zeigen. Eric Wolanski, Geschäftsführer des Anbieters „Key and Free“ beobachtet die Diskussion gespalten.

„Zum einen möchten wir natürlich, dass die Inzidenzen gering bleiben und denken, dass wir alles tun sollten, um die Pandemie schnellstmöglich zu beenden. Zum anderen bedeutet die 2G-Regel einen erheblichen Einschnitt in unser Angebot und unser Geschäftskonzept“, sagt der Geschäftsführer.

Wolanski hält die 3G-Regel in seiner Branche für ausreichend. „In unseren Escape-Rooms kommen nur Menschen zusammen, die zu einer Bezugsgruppe gehören, also Familien, Freunde oder Kollegen.“ Dadurch, dass das Erlebnis in Kleingruppen stattfindet, bestehe nicht für viele Menschen gleichzeitig ein Infektionsrisiko.

Bisher keine Corona-Infektion im Betrieb

Außerdem achte das Team von „Key and Free“ strikt auf die Einhaltung der Hygienemaßnahmen, für die das Unternehmen in der Vergangenheit viel Geld investiert habe. Dass dies der für sie richtige Ansatz sei, zeige sich besonders darin, dass es bisher weder unter den Mitarbeitern noch den Gästen zu einer bekannten Corona-Infektion gekommen sei.

Besonders in der jetzigen Zeit sei die Einführung der 2G-Regelung besorgniserregend für den Escape-Room-Geschäftsführer. „Im Winter machen Weihnachtsfeiern einen großen Teil unserer Buchungen aus. Wir erhalten schon jetzt täglich zahlreiche Absagen. Das ist für uns eine große Belastung, sowohl für das Geschäft als auch privat.“

Bereits jetzt gebe es viele Absagen

Auch sonst befürchte Eric Wolanski große Nachteile für seinen Betrieb durch die Einführung der 2G-Regelung. „Da unser Erlebnis ein Gruppenspiel ist, entscheiden sich viele Gruppen dafür, das Erlebnis nicht zu buchen, um niemanden auszuschließen“, erklärt der Geschäftsführer.

Schon nach der ersten Ankündigung einer 2G-Regelung im Freizeitbereich habe es vermehrt Absagen gegeben. Nun müsse sich Wolanski mit seinem Team auf weitere Stornierungen vorbereiten.

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