Das Minarett der Sultan-Ahmet-Moschee ist weiter in Planung und soll bald gebaut werden

Moschee in Hörde

Die Sultan-Ahmet-Moschee in Hörde ist noch nicht komplett. Das Minarett fehlt. Damit sich das bald ändert, sammelt die Gemeinde weiter Geld. Ein Wunschdatum für die Fertigstellung gibt es.

Dortmund

, 31.01.2019, 15:50 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das Minarett der Sultan-Ahmet-Moschee ist weiter in Planung und soll bald gebaut werden

Ein Blick ins Innere der Moschee am Fuße des Clarenbergs. Außen soll noch angebaut werden. © Sarah Rauch

Dass das Minarett kommen soll, steht fest. So sieht es der Bauantrag vor, der maßgebend ist für die Moschee am Friedensweg. Im Juni 2016 ist sie eröffnet worden, nachdem die islamische Gemeinde zuvor mehr als ein Vierteljahrhundert an der Hermannstraße zu Hause war.

Seitdem fehlt das Minarett aber noch. „Es soll definitiv gebaut werden“, sagt der Gemeindevorsitzende Kadir Bülbül im Gespräch mit dieser Redaktion. Bislang sei die Umsetzung des Plans an den Finanzen gescheitert.

Das Geld für das Minarett war da, es wurde nur woanders gebraucht

Nicht, dass die Gemeinde das Geld nicht schon beisammen hätte, es wurde nur für andere Sachen verwendet. Zum Beispiel für den Parkplatz oder einen Teppich für den Gebetsraum. Davon haben die Mitglieder einen größeren Nutzen.

Das Minarett der Sultan-Ahmet-Moschee ist weiter in Planung und soll bald gebaut werden

Ein Blick zurück aufs Baustellenschild: Die Moschee ist im Sommer 2016 eröffnet worden und bis heute ohne Minarett. © Felix Guth

Auch der Rasen hat seinen Teil dazu beigetragen, dass das Minarett noch nicht steht. Der wächst nämlich ziemlich zügig, also musste ein Rasenmäher her. Und damit der Rasenmäher auch sicher untergestellt werden kann, musste eine Garage gebaut werden. Oder die Terrasse. Die Gemeinde zog es vor, die Fläche zu überdachen. Und so war das Geld, das auch in das Minarett hätte fließen können, in andere Projekte geflossen.

Das Minarett der Sultan-Ahmet-Moschee ist weiter in Planung und soll bald gebaut werden

Die Sultan-Ahmet-Moschee ist fast komplett – nur das Minarett fehlt noch. Der Platz, wo es einmal erstellt wird, ist aber gut zu sehen. © Jörg Bauerfeld

„Der Bau des Minaretts ist nicht dringend“, sagt Kadir Bülbül. Als nächstes müsse zum Beispiel eine Einbauküche her, die auch wieder einige Tausend Euro kosten wird. Einen Wunschtermin für die Fertigstellung des Minaretts gibt es aber. „Ich hoffe“, so Bülbül, „dass es noch in diesem Jahr klappt.“ Ein Architekt aus der Gemeinde hilft bei der bürokratischen Abwicklung.

Die Höhe für das Minarett steht schon fest

40.000 Euro wird das Minarett voraussichtlich kosten und dabei wohl ohne Lautsprecher auskommen. Normalerweise könnte die Gemeinde jeden Freitag darüber zum Gebet aufrufen. „Wir werden die Lautsprecher aber eher unten am Eingang anbringen“, sagt Bülbül.

Und auch erst, wenn spezielle Lautsprecher verfügbar sind, bei denen man den Dezibel-Wert einstellen kann. Der Aufruf zum Gebet soll nämlich nicht lauter sein als der Straßenverkehr der Umgebung.

Finanziert werden soll der Bau des Minaretts, das 15,79 Meter hoch wird, vor allem durch Spenden der Gemeindemitglieder. Sie waren es auch, die den Großteil des eigentlichen Moschee-Baus gestemmt haben. Gut 1,2 Millionen Euro hat der gekostet.

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