Das müssen Café-Betreiber bei defekten Toiletten beachten

Klo im Café

Die Aufregung um eine defekte Toilette in einem Dortmunder Café war groß. Was ein Rechtsanwalt zu der Situation sagt und warum das Gewerbeamt nicht zuständig ist.

von Johannes Bauer

Mitte

, 12.12.2019, 14:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das müssen Café-Betreiber bei defekten Toiletten beachten

Im Gastrobereich häufig im Mittelpunkt von Konflikten: die Toilette. © picture alliance/dpa

Ist die Toilette in einem gastronomischen Betrieb defekt, sorgt das häufig für Konflikte zwischen Personal und Kunden. So geschehen in einem Dortmunder Café der Bäckerei-Kette Malzers. Nur unter bestimmten Voraussetzungen wird kontrolliert, ob eine defekte Toilette zeitnah repariert wird.

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Dazu schreibt das Ordnungsamt: „Gaststättenrechtliche Vorgaben, zumal für erlaubnisfrei betriebene Cafés wie eben in diesem Fall, sind bereits seit der (...) ersatzlosen Aufhebung der Gaststättenbauverordnung NRW nicht mehr möglich.“ Heißt konkret: Die Stadt Dortmund muss bei Cafés wie Malzers Backstube an der Kuckelke nicht prüfen, ob es eine funktionierende Toilette gibt.

Wie gesagt: muss. Unter bestimmten Bedingungen kann das Gewerbeamt trotzdem einschreiten. Dafür müsste die Stadt aber den Schutz der Gäste gegen Gefahren für Leben und Gesundheit gefährdet sehen.

Defekte Toilette: kein Grund zur Kontrolle

„Nur mit einem zugekniffenen Auge wäre das aber bei einer defekten Toilette der Fall“, erklärt Rechtsanwalt Tobias Eskowitz. Dass das Gewerbeamt den Großteil der Cafés in Dortmund darauf nicht überprüft, erspare der Stadt eine Menge Arbeit.

Damit ist die Stadt Dortmund im Recht. Für Kunden wie Dorlies Beloch, die stundenlang in einem Café sitzen und dann merken, dass sie auf die Toilette müssen, bleibt die Situation also eins: unangenehm.

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