Das neue Tor nach Dortmund steht

Schnettkerbrücke

Die Schnettkerbrücke hat den Bogen raus. In mehrstündiger Hubarbeit wurde die schwere Stahlkonstruktion am Sonntag in der Mitte der Brücke aufgerichtet. Neben ihrer statischen Funktion soll sie die vorbeikommenden Autofahrer ab sofort als „Tor nach Dortmund“ grüßen.

DORTMUND

von Von Marvin Kalwa

, 11.09.2011, 18:22 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schweißarbeiten am neuen roten Bogen der Schnettkerbrücke sind der Grund für die erneute Vollsperrung der B 1.

Schweißarbeiten am neuen roten Bogen der Schnettkerbrücke sind der Grund für die erneute Vollsperrung der B 1.

Eine viel zu schwere Masse etwa für einen mobilen Kran, was die zuständige Firma Schachtbau Nordhausen auf den Plan rief, eine eigene Hubvorrichtung zu entwickeln.

So sorgten hydraulische Pressen dafür, dass der Bogen langsam, aber kontinuierlich von seiner liegenden Position auf der Nordtrasse der Brücke in die senkrechte Stellung überging. „Eine bisher einmalige Technik“, verriet Adele Prenting als Projektleiterin beim Straßenbaubetrieb Straßen.NRW.  

 Bereits in den frühen Morgenstunden fanden sich zahlreiche Passanten auf der naheliegenden Autobahnbrücke ein, um das Schauspiel zu beobachten. Tatsächlich konnten sie beim längeren Blick auf den Stahlkoloss den Eindruck gewinnen, ein langsames Erheben bewusst wahrzunehmen. Mit einer Geschwindigkeit von etwa 0,07 bis 0,19 Metern in der Minute schob dieser sich entlang einer Führungsstange nach oben, die im Scheitel des Bogens angebracht war: „Im Prinzip funktioniert das wie bei einer Kletterstange“, beschrieb Prenting den Vorgang.

Viel schneller als zunächst geplant, befand sich der 100 Meter lange Bogen schon um kurz vor 12 Uhr in der Senkrechten: „Aufgrund der Witterungsbedingungen haben wir schon am Samstag angefangen“, erklärte Bauleiter Bernd Steudel die zeitliche Änderung. Am gleichen Tag bekam der Stahlbogen auch seinen kaminroten Anstrich, mit dem er die Autofahrer als neues Wahrzeichen der Brücke künftig anstrahlen soll. Daran hegt auch Steudel keine Zweifel: „Für uns stellt die Aufrichtung des Bogens den Höhepunkt des Umbaus dar.“

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